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Mehr Licht in der Entbindungsstation

Diakonie-Krankenhaus Mehr Licht in der Entbindungsstation

Den Patienten die bestmögliche medizinische Versorgung und gleichzeitig einen Ort zum Wohlfühlen bieten - mit diesem Ziel hatte das Diakonie-Krankenhaus drei Sanierungs- und Umbauprojekte gestartet.

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Direktor Christian Uloth (hinten, von links), Geschäftsführer Dr. Michael Gerhard, Architekt Jens Kienholz, Pfarrer Helmut Heiser, leitende Hebamme Ines Schwämmer, Stationsleiterin Anette Krau, Chefärztin Dr. Cordula Riemer (vorne, rechts) und Landrätin Kirsten Fründt in einem neuen Patientenzimmer.

Quelle: Rike Werner

Wehrda. Bei den Projekten handelt es sich um die Sanierung der Zentralküche, der Heizzentrale sowie den Umbau der Stationen Entbindung, Chirurgie 1 und Innere 3. Da die Stationen bereits 1987 in Betrieb genommen wurden und einige Zimmer beispielsweise über keine eigenen Duschen verfügten, wurde die Sanierung notwendig. Nach 30-jähriger Nutzung erschien die Erneuerung aller Fenster, Böden und Installationen ebenfalls sinnvoll.

Während die Sanierungen der Zentralküche und der Heizzentrale im Jahr 2016 abgeschlossen werden sollen, wurde die neue Entbindungsstation bereits vor drei Wochen in Betrieb genommen. „Wir konnten den Patientenkomfort und die Arbeitsbedingungen erheblich verbessern“, sagt Krankenhausdirektor Christian Uloth.

Neben den Patientenzimmern wurden ebenfalls die Kreißsäle und Kinderzimmer umgestaltet. Zudem wurde ein Vorwehen-Zimmer eingerichtet, wo sich Mütter vor der Geburt zurückziehen, aber weiterhin überwacht werden können.

Die Station wirkt nach dem Umbau heller und einladender als vorher. Große Fenster lassen mehr Licht in die Räume hinein.Chefärztin Dr. Cordula Riemer freut sich, dass das Krankenhaus trotz Umbau steigende Geburtenzahlen verzeichnen kann. „Dieses Jahr hatten wir die Höchstzahl an Entbindungen, über 500“, berichtet sie. Auch die Mitarbeiter der Station seien motiviert, da die Arbeitsbedingungen für sie dank Umbau sehr ansprechend seien, sagt sie und bezeichnet die Sanierung als „rundum gelungene Aktion“. Anders als im Uniklinikum auf den Lahnbergen werden im Diakonie-Krankenhaus Wehrda nur reife Neugeborene entbunden. „Unsere Leistungen sind sehr persönlich und familienorientiert. Die Fachkräfte arbeiten eng mit Kinderärzten zusammen und wir haben rund um die Uhr ein Entbindungsteam vor Ort“, erklärt Riemer.

Unterstützung erhält das Krankenhaus vom Verein der Freunde und Förderer des Diakonie-Krankenhauses Wehrda, der momentan Geld für die Anschaffung von neuen Pflegebetten sammelt. „Die Mütter sollen ins Zimmer kommen und sich wohlfühlen. Die Möbel müssen funktionell und ansprechend fürs Auge sein“, sagt Pfarrer Helmut Heiser vom Förderverein.

Gesamtkosten für alle drei Projekte: 6,1 Millionen Euro

Die Gesamtkosten aller drei Projekte liegen bei 6,1 Millionen Euro, die das Krankenhaus bisher selber aufbringen muss. Erst ab 2016 vergibt das Land Hessen pauschale Fördermittel pro Krankenhaus. „Es ist wichtiger, dass wir ein sinnvolles Angebot für die Patienten als ein lukratives Angebot für das Krankenhaus bieten“, betont Geschäftsführer Dr. Michael Gerhard. Es sei ein Kraftakt gewesen, die 6,1 Millionen aus eigenen Mitteln zu finanzieren, dennoch sei man überzeugt, dass die Investition in den Umbau sinnvoll ist. „Als Diakonie haben wir eine ökologische Verantwortung, der wir mit dem Umbau gerecht geworden sind“, erklärt Gerhard.

So wurden alle Heizkessel erneuert sowie die Dampfkessel, die Küche und der Sterilisator auf Elektrokessel umgestellt. Es mache sich bereits bemerkbar, dass die Verbrauchswerte erheblich sinken würden, betont Uloth.

von Rike Werner

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