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Mehr Flexibilität beim Behindertenfahrdienst

Sozialausschuss Mehr Flexibilität beim Behindertenfahrdienst

Die Stadt möchte den noch bis Ende Mai laufenden Vertrag mit dem Unternehmen UniCare für die Durchführung von Behindertenfahrten nicht verlängern.

Marburg. Nach einem Beschluss des Behindertenbeirats empfahl dies auch der Sozialausschuss einstimmig dem Stadtparlament. Der Antrag, der kurzfristig auf die Tagesordnung des Ausschusses aufgenommen wurde, sieht vor, den Behindertenfahrdienst künftig „attraktiver und flexibler“ zu gestalten. Um den Wünschen der Nutzer künftig besser nachkommen zu können, soll es demnach eine Wahlmöglichkeit zwischen mehreren Anbietern von Sonderfahrzeugen geben. Am Haushaltsposten von 100000 Euro für den Behindertenfahrdienst soll sich nichts ändern.

Neues Konzept für die Wohnungslosenhilfe

Ebenfalls einstimmig wurde die Annahme eines Antrags zu einem neuen Konzept der Wohnungslosenhilfe durch den Sozialausschuss empfohlen. Der erste Konzeptentwurf stammt bereits aus dem Jahr 2010. Zuletzt - im Jahr 2013 - gab es 45 Fälle, in denen Menschen keine Wohnung hatten und 26 Haushalte, die nur vorübergehend untergebracht werden konnten. Nach dem Bericht des Runden Tischs Wohnungslosenhilfe fallen darunter sowohl Menschen, die aufgrund wirtschaftlicher Probleme obdachlos sind, als auch jene, die wegen Sucht, psychischer Störungen, anderer Erkrankungen, Gewalt oder dem Ende einer Partnerschaft ihre Wohnung verlieren.

Das Konzept der rot-grünen Koalition sieht nun unter anderem Möglichkeiten des Übergangs- und Probewohnens vor. Die derzeit als Notunterkünfte genutzten Wohnungen im Ginseldorfer Weg sollen nach dem Standard des sozialen Wohnungsbau modernisiert und den Bewohnern ein Mietvertrag angeboten werden. Zudem sieht der Antrag vor, eine Kostenplanung für den Umbau der Einrichtung in der Gisselberger Straße 35 vorzulegen.

von Peter Gassner

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