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Mehr Bewegung durch Räder und Boote

Förderverein Mehr Bewegung durch Räder und Boote

12 neue Mountainbikes und vier Schlauchboote dienen der Verbesserung des freizeitpädagogischen Angebotes in der Uni-Klinik für Kinder-und Jugendpsychiatrie.

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Professorin Katja Becker (Zweite von links), Direktorin der Uni-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, freut sich zusammen mit Mitarbeitern der Klinik über die Sachspende des Fördervereins, den Professor Helmut Remschmidt (Dritter von rechts) und Sabine Hügel-Bleser (rechts) vertraten. Foto: Manfred Hitzeroth

Marburg. Sie sind bereits seit mehr als vier Wochen im Einsatz und haben den ersten Härtetest bestanden: Die Rede ist von 12 Mountainbikes und 4 Schlauchbooten, die die Uni-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Ortenberg jetzt anschaffen konnte. Drei Viertel der Summe wurden vom Förderverein der Kinder- und Jugendpsychiatrie finanziert, den restlichen Teil steuerte die Uni-Klinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM) bei.

„Wir freuen uns sehr über diese Spende und auch darüber, dass wir jetzt mit eigenen Fahrrädern und Schlauchbooten Radausflüge und Bootsausflüge für unsere Patienten anbieten können“. sagte Professorin Katja Becker, Leiterin der Kinder- und Jugendpsychiatrie bei der offiziellen Übergabe der Sport-Geräte auf dem Spielplatz der Klinik am Ortenberg.

Anwesend waren auch der Fördervereins-Vorsitzende Professor Helmut Remschmidt sowie die stellvertretende Vereinsvorsitzende Sabine Hügel-Bleser, die gleichzeitig auch Pflegedienstleiterin in der Klinik ist.

„Die Patienten liegen bei uns nicht den ganzen Tag im Bett“, erläuterte Hügel-Bleser im Gespräch mit der OP. Damit sie nach dem morgendlichen Schulunterricht auch nachmittags etwas Aktives machen, gibt es eine Vielzahl von Aktions angeboten. Dazu zählen jetzt auch Radtouren mit den Mountainbikes durch den Wald oder Bootstouren auf der Lahn. „Dabei geht es auch darum, dass die Kinder und Jugendlichen ihre Grenzen erfahren und neue Sportideen entdecken“, erklärt Hügel-Bleser. Im Jahr 2012 ist der Förderverein neu gegründet worden. Er hat jetzt den Namen „Menschenskinder Marburg“. Das Strichmännchen, das seine Hände erhebt, gehört zum Vereinslogo dazu und soll signalisieren: „Ich bin auch hier“.

Der Förderverein hat eine Reihe von aktuellen Projekten. So soll Ende des Jahres eine Broschüre unter dem Titel „Was ist denn schon normal?“ erscheinen, in der ausgehend von einer Broschüre der Ulmer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Alltag in einem solchen Krankenhaus illustriert durch comicartige Bilder geschildert werden soll. Unter anderem sollen dort die aktuellen Mitarbeiter gezeichnet vorgestellt werden. Die Broschüre soll dazu dienen, den Patienten vor der Aufnahme in der Klinik die Angst davor zu nehmen und ihnen plastisch und einprägsam zu schildern wie es dort zugeht und wie man sich um sie kümmert. Außerdem sollen in der Broschüre, die in einer Auflage von 2000 Exemplaren erscheinen soll, wichtige Informationen für Eltern zu Rechtsfragen und Medikation enthalten sein. Ein zweites Projekt, für das der Förderverein auch noch auf Spendengelder angewiesen ist, ist das Kletter-Projekt. Dabei geht es darum, in das erlebnispädagogische Konzept der Klinik künftig auch die vor wenigen Monaten eröffnete Kletterhalle des Marburger Alpenvereins in unmittelbarer Nähe der Klinik am Ortenberg einzubeziehen. Dafür sollen Kliniks-Mitarbeiter als Übungsleiter geschult werden. Wer dieses Projekt unterstützen will, kann mit Käufen bei der Buchhandlung Lehmanns künftige Kletterstunden unterstützen. Ein drittes Vorhaben des Fördervereins ist die finanzielle Hilfe für das „Hasen/Meerschweinchen-Projekt“ der Klinik. Dabei soll die tiergestützte Therapie, für die es bisher zwei Therapiehunde gibt, auch auf die Kleintiere ausgedehnt werden, um deren Pflege sich die Patienten dann künftig mit kümmern sollen.

n Weitere Informationen über den Förderverein „Menschenskinder Marburg“ gibt es unter der Web-Adresse „www.menschenskinder-marburg.de“.

von Manfred Hitzeroth

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