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Mehnert rät: „Hörgerät abschalten“

Neujahrsbegegnung der Senioren-Union Mehnert rät: „Hörgerät abschalten“

Etwa 50 Gäste nahmen am Samstagnachmittag im Technologie- und Tagungszentrum an der Neujahrsbegegnung der Senioren-Union des CDU-Kreisverbands Marburg-Biedenkopf teil.

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Die Wetzlarer Bundestagsabgeordnete Sibylle Pfeiffer sprach bei der Neujahrsbegegnung der Senioren-Union des CDU-Kreisverbands Marburg-Biedenkopf.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Das erste Thema, das der Vorsitzende Franz-Wilfried Michels ansprach, war die am 9. Februar in verschiedenen Medien verbreitete Meldung, die Senioren-Union halte die generelle Zulassung von Kindertageseinrichtungen in Wohngebieten für verfassungswidrig.

„Das war ausschließlich die persönliche Meinung des stellvertretenden Bundesvorsitzenden Leonhard Kuckart“, unterstrich Michels. Kreis- und Landes-Senioren-Union distanzierten sich deutlich davon. „Wir meinen, Kindergärten und Spielplätze, nicht Bolzplätze, gehören in Wohngebiete“, sagte er und fügte an, dass seiner Ansicht nach ein solcher Mann nicht an die Spitze der Senioren-Union gehöre. Ähnlich pointiert äußerte sich die Ehrenvorsitzende Ute Mehnert: „Kuckart sollte sein Hörgerät abschalten, dann hätte er die Ruhe, die er sich wünscht.“

Als Hauptrednerin sprach die Wetzlarer Bundestagsabgeordnete Sibylle Pfeiffer. Die Stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe ging auf die Umsturzbewegungen in arabischen Ländern ein und berichtete über Eindrücke von einer Delegationsreise Ende des Jahres nach Ägypten, bei der die Unruhe schon zu spüren gewesen sei. Die Moslembrüder gäben sich locker und offen, dennoch sei die Scharia das Wichtigste für sie. Sie seien zurzeit die einzige Gruppierung mit Strukturen, die sonstige Opposition sei unorganisiert. „Wir werden in diesen Ländern keine Demokratien nach westlichem Vorbild in kurzer Zeit aufbauen können, es werden erst mal gelenkte Staatsformen sein. Aber ohne Menschenrechte ist keine Demokratie möglich“, sagte Pfeiffer und ergänzte, dass für uns als Deutsche besonders wichtig sei, was mit Israel passiere.

Am Schluss standen Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft in der Senioren-Union auf dem Programm.

von Manfred Schubert

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