Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Meeresschutz an Land: Aktionstag gegen Plastik

Müllsammlung entlang der Lahn Meeresschutz an Land: Aktionstag gegen Plastik

In 60 deutschen Städten befreiten Greenpeace-Gruppen am Samstag Fluss- und Seeufer von Kunststoffabfall.

Voriger Artikel
Spies bekommt Rückendeckung
Nächster Artikel
Ein interreligiöses Buchgeschenk

Greenpeace-Aktivist Simon Ewers (Zweiter von rechts) sammelte mit jungen Marburgern als eine von vier Gruppen Kunststoff und weiteren Abfall.

Quelle: Arnd Hartmann

Marburg. Auch viele junge Marburger Bürger zeigten ihr Interesse an der Umweltschutzaktion und sammelten kräftig mit. Kunststofferzeugnisse landen als Abfall seit Jahrzehnten in den Oberflächengewässern und stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Tierwelt dar. „Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs“, erklärte die Marburger Greenpeace-Aktivistin Daphne Tokas. Laut Greenpeace-Studien entfallen zwei Drittel des Plastikverbrauches in Europa auf fünf Länder, in denen die Bundesrepublik an der Spitze steht.

Eine robuste Plastikflasche verrottet nach Schätzungen erst nach um die 400 Jahre. 70 Prozent der von Menschen verursachten Kunststoffabfälle, transportiert durch Flüsse, liegen auf dem Meeresgrund, wo sie als Mikroplastik in den Körpern der Meeresbewohner landen. Aber nicht nur Kleinstteile von Kunststoff sind eine Gefahr. Im umhertreibenden Zivilisationsmüll auf den Ozeanen können sich die Tiere verheddern oder ersticken an ihrem Verzehr.

Mit Greifhaken und Abfall­säcken ausgerüstet, machten sich die Umweltschützer deshalb in vier Gruppen auf den Weg, um links und rechts entlang des Lahnufers in der Innenstadt den Abfall zu sammeln. „Es ist natürlich kein Vergnügen, den Müll von anderen aufzulesen. Doch welchen Fußabdruck wollen wir den nächsten Generationen hinterlassen?“, sagte Rien Achterberg, Greenpeace-Aktivist der ersten Stunde.

Nicht nur Plastik landete am Ende der Aktion in den vollen Säcken. Vor allem Glas, Papier, Zigarettenstummel und Kronkorken ergänzten die Ausbeute des Tages. Studentin Sally Heier sagte: „Ich bin bei solchen Aktionen eigentlich immer mit dabei. Die Lahntreppen sind meistens besonders dreckig, vor allem im Sommer“.

von Arnd Hartmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr