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Medizinstudenten trainieren Handwerk

Medizinstudenten trainieren Handwerk

Seit kurzem können Marburger Medizinstudenten in einem eigens eingerichteten Trainingslabor ihre Fertigkeiten trainieren.

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Tobias Huber (rechts) und Hendrik Heers führten die Laparoskopie vor. Die Koordination von Kamera und Operationsinstrument ist die größte Schwierigkeit bei dem Vorgang. Foto: Björn Wisker

von Björn Wisker

Marburg. Übungspuppen, Modelle, Geräte und viel Expertise stehen den Nachwuchsärzten im Marburger Skills-Lab zum Selbststudium zur Verfügung. „Im Lernzentrum sollen sowohl kommunikative Elemente, wie Aufklärungsgespräche, als auch körperliche Untersuchungsmethoden geübt werden“, erläuterte Andrea Schönbauer, eine der Organisatorinnen des Skills-Labs. „Mit Hilfe von Simulationspatienten bereiten sich die jungen Männer und Frauen auf das Überbringen schlechter Nachrichten oder Aufnahmegesprächen vor“, führte Schönbauer aus. In den verschiedenen Übungsräumen stellten die angehenden Ärzte ihr Können auf die Probe und bekamen Tipps im Umgang mit Gerätschaften. „Die Tutoren zeigen uns einige Kniffe, wie zum Beispiel Wunden am besten genäht werden und auf was man achten muss“, berichtete Anna Reimann, die am Eröffnungstag nicht nur am „Nähkurs“ teilnahm, sondern auch die Laparoskopie ausprobierte. Auf einem Monitor konnten die Teilnehmer verfolgen, wie sie sich im inneren eines menschlichen Oberkörpers bewegen. „Die Schwierigkeit ist die Kamerakoordination, weil jede Bewegung spiegelverkehrt ist und es viel Geschick bedarf, die Greifinstrumente zu beherrschen“, erklärte Tutor Tobias Huber. Großer Beliebtheit erfreuten sich auch die Plastikköpfe, an denen Hals-Nasen-Ohren Untersuchungen simuliert werden konnten. „Diese Praxisübungen sind wichtig, um zu wissen auf welche Faktoren zu schauen sind, ob es im Ohr einen Erguss gibt oder ob zu viel Druck auf dem Hirn lastet“, sagte Hendrik Heers, einer der Helfer im Laboratorium.

Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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