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Massen-Sanierung am Richtsberg

Energie Massen-Sanierung am Richtsberg

Auftakt zur Umsetzung des neuen Energiekonzepts: Erste Pläne für die Sanierung von Hunderten Gebäuden wurden vorgestellt. Das Versprechen: Teurer soll es für keinen Mieter werden.

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Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Wärmedämmung der Häuser, neue Heizungsanlagen, Stromeffizienz: In den kommenden Jahren soll der Richtsberg zum Vorzeigestadtteil werden. Startschuss für die Massensanierung ist Januar 2014. Bis 2020 soll das Energiekonzept vollständig umgesetzt sein. Erste Ideen für die Energiewende in Marburgs einwohnerstärksten Stadtteil (9100 Anwohner) sehen Blockheizwerke, Biomasseanlagen und Kläranlagen in Waldnähe vor. Zudem ist eine Solaroffensive ebenso geplant wie Abwasserwärme.

„Der alte Gebäudebestand sorgt für hohe Kosten bei Wasser, Strom und Heizung. Zu Plus-Energiehäusern werden wir den Richtsberg nicht umbauen können, aber das Ziel ist ein Verbrauch auf Neubau-Niveau“, sagt Professor Manfred Hegger von der Technischen Universität Darmstadt. Viel zu erreichen sei schon mit dem Austausch von Fenstern und Kühlschränken sowie der Neueinstellung und dem Austausch von Heizungsanlagen. Die Chance, den CO2-Ausstoß deutlich zu reduzieren, sei vor allem der Tatsache geschuldet, dass am Richtsberg 80 Prozent der Immobilien Mehrfamilienhäuser - zumal im Besitz von Wohnungsbaugesellschaften - seien. Das werde die Sanierung vorantreiben.

All das seien erste Überlegungen für das Konzept, hieß es von der Stadt. „Unser Ziel ist es, dass die Energiewende nicht zur Breitseite für den sozialen Wohnungsbau wird“, sagte Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne). Teurer dürfe die energetische Sanierung für keinen Mieter werden.

„Niemand wird bei uns wegen den Erneuerungen aus- oder umziehen müssen“, sagte Matthias Knoche, Prokurist der Gewobau. „Die Warmmieten sollen sich nicht verändern.“ Die Wohnungsbaugesellschaft werde die Preise konstant halten - aktuell liegen diese in den 1000 Richtsberger Wohnungen im Schnitt bei 4,80 Euro pro Quadratmeter.

Am 29. Juni und 2. November sind im Stadtteil Energietage geplant, um weitere Ideen von Anwohnern zu sammeln.

von Björn Wisker

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