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Masern-Ausbruch an Schule beendet

Gesundheitsamt Masern-Ausbruch an Schule beendet

Der Masern-Ausbruch an der Marburger Waldorfschule gilt nun offiziell als beendet.

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Gefahr gebannt: Die Sicherheitsfrist an der Marburger Waldorfschule ist abgelaufen, ohne dass eine neuer Masernfall bekannt wurde.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Am Dienstag lief die Sicherheitsfrist nach dem Bekanntwerden des letzten Masern-Falles ab, teilte Stephan Schienbein von der Presseabteilung des Landkreises mit. Seit dem 11. Juni wurde dem zuständigen Kreis-Gesundheitsamt demnach kein neuer Fall gemeldet. Die Fachleute des Gesundheitsamtes betrachten den Marburger Masern-Ausbruch daher als abgeschlossen.

Insgesamt registrierte das Gesundheitsamt 24 Masern-Fälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch an der Waldortschule. Die Infektion eines Schülers der 11. Klasse, der sich sehr wahrscheinlich im familiären Umfeld Anfang Mai angesteckt hatte, gilt als Ausgangspunkt des Ausbruchs. Weitere Fälle traten dann bis zum 11. Juni bei Schülern der Waldorfschule oder in derem familiären Umfeld auf.

Der Masern-Ausbruch und die steigende Zahl der Fälle machte es schließlich erforderlich, dass nur noch Schüler und Lehrer die Schule betreten durften, die sicher gegen die Infektionskrankheit immun waren. Sie konnten also eine zweifache Impfung oder eine durchgemachte Masernerkrankung mit entsprechender nachfolgender Immunität nachweisen, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Masern-Ausbruch hatte auch Auswirkungen auf eine Studienreise der 12. Klasse nach Florenz: 4 von 28 Schülern konnten keinen sicheren Immunschutz nachweisen und durften deswegen nicht mitfahren.

In Einzelfällen ist es zu komplizierenden Begleiterkrankungen der Maserninfektion gekommen, die bei zwei Erkrankten eine stationäre Behandlung im Krankenhaus erforderlich machte, teilt Schienbein mit. Allen, die an Masern erkrankt waren, geht es nach Informationen des Gesundheitsamtes zwischenzeitlich wieder gut.

„Wir haben Glück gehabt, dass es nicht zu lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen gekommen ist. Das konsequente Handeln des Gesundheitsamtes und die gute und reibungslose Zusammenarbeit zwischen Kreis und Schulgemeinde haben auch maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Masern nicht weiter, zum Beispiel auch an anderen Schulen oder Einrichtungen ausgebreitet haben“, stellte Landrätin Kirsten Fründt (SPD) fest.

Die Experten des Gesundheitsamtes weisen nochmals eindringlich darauf hin, dass nur die Impfung einen sicheren Schutz vor einer Ansteckung mit dem Masern-Virus bieten könne: „Die Impfung schützt nicht nur den Geimpften, sie hilft auch gegen eine Ausbreitung der Erkrankung“, erklärte Dr. Martin Just, Arzt beim Gesundheitsamt des Kreises. Er warnte auch davor, eine Masern-Infektion als harmlose Kinderkrankheit auf die leichte Schulter zu nehmen: „Es handelt sich um eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die auch lebensbedrohlich verlaufen kann.“

von unseren Redakteuren

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