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Marty McFly kommt in der Gegenwart an

„Zurück in die Zukunft“ Marty McFly kommt in der Gegenwart an

30 Jahre nach der Uraufführung holt die 80er-Kult-Trilogie „Zurück in die Zukunft“ heute wieder viele Fans in die Kinos. Grund dafür: In Teil zwei reist Marty McFly in die Zukunft – und zwar zum 21. Oktober 2015.

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Der 21. Oktober 2015 ist ein ganz besonderes Datum für Fans der "Zurück in die Zukunft"-Filmtrilogie - wie zum Beispiel für Marcus Richter. An diesem Tag reisten Doc Brown und Marty McFly mit dem zur Zeitmaschine umgerüsteten Sportwagen "DeLorean DMC-12" zurück die Vergangenheit.

Quelle: Fotomontage: Ricarda Schick

Marburg. Ende der 1980er Jahre präsentierten die Filmproduzenten Steven Spielberg und Robert Zemeckis ihre Vision von der Zukunft: fliegende Autos, schwebende Skateboards, selbstbindende Turnschuhe, Videobrillen und Jacken, die von selbst trocknen. Schon damals zeigte sich das Publikum beeindruckt vom Witz und Ideenreichtum des Films – und von den innovativen Technologien, die zu dieser Zeit noch reine Zukunftsmusik waren.

Die Filmreihe wurde zum Kassenschlager und Michael J. Fox, der den schlitzohrigen Teenager und Mädchenschwarm Marty McFly spielte, zum Superstar. Seit mehr als 30 Jahren ist der Science-Fiction-Film Kult.

Das heutige Datum ist für die Filmfans ein Besonderes, denn der 21. Oktober 2015 ist der Tag, an dem Marty McFly und Doc Brown mit dem zur Zeitmaschine umgerüsteten Sportwagen „DeLorean DMC-12“ in der Zukunft ankommen. Auf der ganzen Welt werden deshalb „Marty-McFly-Welcome-Partys“ gefeiert und alle drei Teile der futuristischen Filmreihe gezeigt – auch in Marburg.

„Es wird ein richtiges Film-Event“

„Wenn man Fan der Filme war, ist der 21. Oktober 2015 ein ganz besonderes Datum“, weiß Marion Closmann, Kinobetreiberin des Cineplex Marburg. Auch sie und viele Mitarbeiter ihres Teams sind große Fans der Filmreihe. Daher war es keine Frage, dass alle drei Teile in dem Marburger Kino gezeigt werden. „Es wird ein richtiges Film-Event“, freut sich Closmann.

„Für die Kinobesucher wird es eine Fotoaktion mit dem DeLorean DMC-12 geben, den Axel Lehfeld uns netterweise zur Verfügung stellt. Außerdem gibt es eine Menge Softeis, Rätsel-Aktionen und einen Kostümwettbewerb. Jeder, der im 80er-Look erscheint, wird belohnt“, verspricht sie. „Ich bin gespannt, ob jemand auf einem Hoverboard erscheint“, fügt sie lachend hinzu.

Fan Marcus Richter (44) will sich die Kinovorstellung nicht entgehen lassen. „Ich hab mir den Termin schon am Anfang des Jahres in meinem Kalender notiert“, erzählt der Marburger. „Ich war 14, als ich den Film zum ersten Mal im Kino gesehen habe. Das ist für mich Jugend.“ Auch wenn er ihn seither „zig mal auf DVD und im Fernsehen gesehen“ hat, hat die Begeisterung dafür bei ihm nicht nachgelassen.

Fans bereiten sich auf Kostümwettbewerb vor

„Die Filme werden nie langweilig. Man entdeckt immer wieder neue, liebevolle Details“, sagt der Filmliebhaber.

Für sein Marty-McFly-Kostüm, das er heute Abend tragen wird, hat er sich richtig ins Zeug gelegt: Neben einer originalgetreuen Replik der Baseballkappe, die Marty McFly im zweiten „Zurück-in-die-Zukunft“-Film trägt und die in den unterschiedlichsten Farben schimmert, trägt Marcus eine Nachbildung von Martys Jacke.

Zwar kann sie sich nicht der Größe anpassen und sich auch nicht automatisch trocken pusten, wie in den Filmen, doch das ist für Marcus nebensächlich. Selbstverständlich trägt er die Hosentaschen nach außen. Das machen „alle Jungs in der Zukunft“ so, wie Doc Brown im Film erzählt. Was von den damaligen Prognosen des Films wirklich eingetroffen ist, erfahren Sie in unserem Realitäts-Check.

von Ruth Korte

„Zurück in die Zukunft“ im Realitäts-Check

Hoverboards kann man immer noch nicht kaufen. Im Internet gibt es zwar Videos der schwebenden Skateboards ohne Räder, aber das sind entweder Fälschungen oder Modelle, die nur auf speziellen Böden funktionieren. So sehr Zukunft, wie man es sich 1985 vorstellte, ist 2015 dann doch nicht. Das gilt auch für die Roboter, die Hunde Gassi führen, oder die Jacken, die sich in der Größe dem Träger anpassen und sich blitzschnell trocken blasen.

Auch der „Hydrator“, der einen kleinen Rohling binnen Sekunden in eine Pizza verwandelt, ist noch unerfunden. Das gilt auch für fliegende Autos, das hatten jedoch die Macher selbst nicht erwartet.
In vielerlei Hinsicht waren die Filmemacher erstaunlich hellsichtig: In der Filmzukunft hängen zum Beispiel Flachbildschirme – das war Mitte der 80er nicht absehbar. Die Menschen kommunizieren per Videotelefonie, ganz wie mit heutigen Diensten. Mobiltelefone sucht man in dem Film jedoch vergeblich, vom Internet gibt es keine Spur und eine Kündigung kommt im Filmjahr 2015 per Fax.  

In Teil 2 erfährt Marty das Ergebnis der US-amerikanischen Baseballmeisterschaft des Jahres 2015. Demnach schlagen die Chicago Cubs das damals noch nicht mal gegründete Team aus Miami. Obwohl die Cubs jahrzehntelang nicht mal die Playoffs erreichten, auch daher im Film Martys Verwunderung, kann die Voraussage wahr werden: Aktuell sind die Cubs noch im Rennen. In der Halbfinalserie liegen sie allerdings zurück. Spiel vier der Best-of-seven-Serie beginnt in der Nacht auf Donnerstag um 2 Uhr. Kurz nach Ende der Kinonacht. Ein Finale gegen Miami ist allerdings nicht möglich. Seit 1993 gibt es dort zwar ein Team, die Marlins sind aber bereits ausgeschieden.

von Marcus Richter und unserer Agentur

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