Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Marktfrühschoppenverein distanziert sich von extrem Rechten

Burschenschaften Marktfrühschoppenverein distanziert sich von extrem Rechten

Der Marktfrühschoppenverein distanziert sich in einer Erklärung von extrem rechten Burschenschaften, die das „kürzeste Volksfest der Welt“ vor 14 Tagen besucht haben.

Voriger Artikel
Ein Plädoyer gegen das Kleinbürgertum
Nächster Artikel
Untertunnelung bleibt zentrales Thema

Marktfrühschoppen 2010: Der Marktfrühschoppenverein verbittet sich in einer Erklärung die
„repräsentative Teilnahme“ extrem rechter Burschenschaften.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Bei der Nachlese des Marktfrühschoppens 2014 und der Betrachtung der Bilder ist aufgefallen,“, schreibt der Vereinsvorsitzende Tilman Pfeifer, „dass sich beim Marktfrühschoppen im Kreis der Rheinfranken zwei Gäste der Burschenschaft Danubia aus München befunden haben“.

Recherchen hätten ergeben, so Pfeifer, dass diese, die Burschenschaft Dresdensia Rugia aus Gießen und die Burschenschaft Germania aus Hamburg wegen ihres extrem rechten Auftretens und ihrer Kontakte zu Rechtsextremen vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

„Hinzu kommt, dass wir erfahren haben, dass die Marburger Burschenschaft Germania im nächsten Jahr den Vorsitz des Dachverbands der Deutschen Burschenschaft übernehmen wird, der sich seit seinen völkischen Beschlüssen im Jahr 2011 mehr oder weniger erkennbar am äußersten rechten Rand unserer freiheitlichen Rechtsordnung befindet“, schreibt Pfeiffer weiter.

"Bereiche, die sich außerhalb des Marktfrühschoppens abspielen"

Diese politischen Zusammenhänge, „die sich weit außerhalb des Bereiches des Volksfestes des Marburger Marktfrühschoppens abspielen“, so Pfeiffer, „haben keinen Platz auf dem Marburger Marktplatz“.

Der Marktfrühschoppenverein habe nichts gegen die Anwesenheit von Studentenverbindungen beim Frühschoppen. Er verbitte sich aber die repräsentative Teilnahme von Verbindungen und Gruppen, die sich nicht klar von den diskriminierenden Positionen im Dachverband der Deutschen Burschenschaft distanzieren.

Der Vereinsvorsitzende erklärt weiter, der Verein „bedauert, in eine politische Auseinandersetzung hineingezogen zu sein, die nicht die seine ist“. Er will den Marktfrühschoppen auch 2015 durchführen. „Der nächste Marktfrühschoppen kommt bestimmt.“ Er sei ein friedliches Volksfest. „Alle Menschen sind eingeladen, die friedlich und unpolitisch mit uns feiern wollen.“ Der Verein bestehe auf seinem Grundsatz: „Für den Marburger Marktfrühschoppen, gegen Radikale von rechts und links.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Marktfrühschoppen
Der Marktfrühschoppen soll in diesem Jahr wie immer am ersten Wochenende im Juli stattfinden. Der Magistrat hat den Marktplatz für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt.Foto: Thorsten Richter

Auch in diesem Jahr soll der Marktfrühschoppen wie gewohnt am ersten Sonntag im Juli stattfinden. Oberbürgermeister Egon Vaupel hat dem Veranstalter den Marktplatz zur Verfügung gestellt.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr