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Marburgs bester Vorleser: Jan Bamarni

Wettbewerb Marburgs bester Vorleser: Jan Bamarni

Nach langer Beratung stand für die Jury fest: Jan Bamarni gewinnt den Lesewettstreit und darf in die nächste Runde zum Bezirksentscheid.

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Die Teilnehmer: Naiima Ghazi (von links), Mika Thomas Schütz, Etienne Bach, Jan Bamarni (Gewinner), Lukas Inerle, Lena Neubauer und Alexandra Kuovanskaya.Foto: Lisa Scholz

Marburg. Gruselig, lustig, ernst. Mit den unterschiedlichsten Stimmungen zogen die Vorleser ihre Zuhörer in den Bann. Für die erste Runde hatte jedes Kind einen Textausschnitt aus einem Buch seiner Wahl vorbereitet: Etienne Bach (Hans Peter Richter - Damals war es Friedrich), Jan Bamarni (Andreas Steinhöfel - Rico, Oskar und die Tieferschatten), Naiima Ghazi (Barbara Robinson - Immer diese Herdmanns), Lukas Inerle (Holly Black und Cassandra Clare - Magisterium), Alexandra Kuovanskaya (Jason Segel und Kirsten Miller - Nightmares! Die Schrecken der Nacht), Lena Neubauer (Rüdiger Bertram - Norden ist, wo oben ist) und Mika Thomas Schütz (Wolfgang Herrndorf - Tschick).

Die Juroren bewerteten die jungen Leser nach Lesetechnik und Interpretation des Buchausschnittes. Es kam auch darauf an, ob der Abschnitt stimmig gewählt und ob das Buch altersgemäß ist.

Die fachkundige Jury bestand aus Christian Warwel (Vorjahressieger), Antje Tietz (Buchhandlung Lesezeichen), Marianne Naumann (ehemalige Fachdienstleiterin der Jugendförderung), Matze Schmidt (für künstlerisches Programm in der Waggonhalle zuständig) und Heike Rothmann (Stadtbücherei).

In der zweiten Runde mussten die Buchartisten ihr Können bei einem unbekannten Text unter Beweis stellen. Dieses Jahr war „Australien? Australien!“ von Tino Schrödl die Fremdlektüre. Die Jury zeigte sich nicht ganz zufrieden mit der Auswahl: „Der war ganz schön schwierig, der Text.“

Während sich die Jury zur Beratung zurückzog, überraschte Clownin Gina Ginella die Kinder mit „einer etwas anderen Clown-Show“, so Marie Muriel Müller, Organisatorin des Wettbewerbs und Jugendbildungsreferentin der Stadt Marburg. Die Clownin bastelte den lesebegeisterten Sechstklässlern Luftballon-Schnecken und machte damit alle zu Gewinnern.

Zudem bekam jedes Kind eine Teilnahme-Urkunde und eine Tüte voller Überraschungen. Außerdem durften sie sich jeweils ein Buch vom Geschenke-Tisch verschiedener Marburger Buchhandlungen aussuchen.

Auch Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) wusste die Leistung der Leser zu schätzen: „Es freut mich, dass ihr euch dem Wettbewerb gestellt habt. Dafür gebühren euch Dank und ein kräftiger Applaus.“ Zudem ehrte er den Gewinner des Wettbewerbs Jan Bamarni und überreichte ihm die Sieger-Urkunde. Antje Tietz von der Buchhandlung Lesezeichen lobte seinen Lesestil: „Du hast gelebt gelesen.“ Was ihn besonders auszeichnete, war sein toller Kontakt zum Publikum.

Etwa 7200 Schulen bundesweit nehmen am Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels teil. Den Marburger Stadtentscheid veranstaltete das Jugendbildungswerk der Universitätsstadt. Das Bundesfinale findet im Juli in Berlin statt.

Ziel des Wettbewerbs ist es, die Leselust der Kinder zu wecken und ihre Lesekompetenz zu stärken. Er soll Kinder ermuntern, sich mit Literatur auseinanderzusetzen.

von Lisa Scholz

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