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Marburgs Bimmelbahn ist fertig

Touristen-Attraktion Marburgs Bimmelbahn ist fertig

Noch steht sie in Regensburg, doch die Besitzer, die Unternehmerfamilie Brunett, versichern: Die Marburger Wegebahn findet Ende Juni den Weg nach Marburg.

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Weinrot ist die Marburger Bimmelbahn – der Traktor samt Anhänger wurde in Regensburg zur Wegebahn, so heißt das Fahrzeug im Amtsdeutsch, umgebaut. Der TÜV muss die Bahn noch abnehmen.Fotos: Brunett

Marburg. Vater und Sohn, Herbert und Ingo Brunett, fuhren vergangenen Donnerstag nach Regensburg - nicht um den Katholikentag zu besuchen, sondern um „ihre“ Bimmelbahn, die nach anfänglicher Namenssuche nun offiziell Marburger Schlossbahn heißt, zu besichtigen. Brunetts sind zufrieden: Das Fahrzeug, eigens für die Marburger Altstadt gebaut, ist fertig.

Am 18. Juni muss noch der TÜV die Wegebahn prüfen. Dann wird die Bahn nach Marburg gebracht. Am Dienstag, 1. Juli, vormittags ist ihr erster öffentlicher Auftritt. Einen Tag zuvor findet die „Jungfernfahrt“ für geladene Gäste statt. Seitdem die OP berichtete, dass die Unternehmerfamilie Brunett in Marburg eine neue Beförderungsmöglichkeit betreiben will, ist die Bimmelbahn in aller Munde. Fernsehsender riefen bei der OP an, um sich zu erkundigen, ob in Marburg schon die Bahn fährt, auch auf der Straße ist das Thema Gesprächsstoff. Das bestätigen auch Händler in der Oberstadt.

Der Werbekreis Oberstadt unterstützt das Vorhaben und bietet Bahn-Kunden, die beim Kauf ihr Ticket vorlegen, Rabatte. Die Bahn hat Platz für bis zu 54 Personen.

Die Strecke bleibt wie angekündigt: Die Bahn fährt über den Steinweg zum Marktplatz, wo sie hält. Von dort geht es zum Landgrafenschloss, zurück über die viel befahrene Universitätsstraße und Biegenstraße. An der Kunsthalle besteht eine weitere Möglichkeit, um ein- oder auszusteigen. Von dort aus geht es wieder zur Endstation am unteren Steinweg.

Steile Strecke kein Problem

Zwar wollen Ingo und Herbert Brunett, die die Bahn auch selber fahren werden, noch die ein oder andere Testfahrt machen, aber sie sind sich sicher: Auch der steile Abschnitt zum Schloss ist kein Problem. Die Bahn soll mit Diesel fahren, möglich wäre auch das Tanken mit Rapsöl, erklärte Ingo Brunett. Ursprünglich hieß es, dass die schadstoffarme Bahn, die die neue Euro-5- Norm erfüllt, nur mit Rapsöl betankt wird.

Brunetts haben eine Scheune angemietet, um die Bahn unterzubringen. Wo verraten sie nicht, schließlich ist das Regensburger Kind eine Rieseninvestition für die Marburger Unternehmerfamilie, die in diesem Jahr ihre 25-jährige Firmengeschichte feiert.

Öffentliche Zuschüsse bekommen die Betreiber nicht, betonen sie. Umso mehr hoffen sie auf ein reges Geschäft.

Anfragen für Sonderfahrten gibt es bereits, erklärt Ingo Brunett. „Wir wollen uns am Anfang aber auf den regulären Fahrplan konzentrieren und die Hauptroute bedienen“, sagt er im OP-Gespräch.

Die Marburger Tourismus und Marketing Gesellschaft will die Bahn vermarkten, um den Tourismus anzukurbeln.

von Anna Ntemiris

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