Aus der Schweiz zur Wahlurne angereist: Georg-Friedrich Althaus gibt seine Stimme ab.
Marburg. Georg-Friedrich Althaus hat seit seinem 18. Lebensjahr noch keine Bundestagswahl versäumt. Das sollte sich auch im Jahr 2009 nicht ändern. „In meinem Berufsleben lege ich meinen Urlaub immer so, dass ich wählen kann, also nicht etwa auf einer Urlaubsreise bin“, sagte er am Dienstag der OP.
Doch dieses Mal hat der frühere Marburger größere Hürden überwunden, um sein Wahlrecht wahrzunehmen. Althaus, der aus einer bekannten Marburger Familie stammt (sein Vater und sein ältester Bruder führten im Südviertel ein beliebtes Weingeschäft), lebt seit dreieinhalb Jahren in der Schweiz.
.„Ich hatte es versäumt, rechtzeitig die Briefwahlunterlagen anzufordern“, erzählt er. So machte er sich am Samstag mit dem Auto auf den Weg ins ferne Marburg. Er übernachtete in einem Hotel in Weimar und ging am Sonntag in „sein“ Wahllokal in der Otto-Ubbelohde-Schule.
Über die lokalen Wahlergebnisse hat sich Georg-Friedrich Althaus in seiner Wahlheimat am Genfer See schon informiert – auf der OP-Homepage. „Ich lese sie jeden Tag, sie ist toll gestaltet. Gerade das Lokale interessiert mich sehr“, sagt Althaus. Selbst in seinem Urlaub auf den Philippinen habe er so Kontakt zu seiner Heimat gehalten. Und das Wahlergebnis? „Damit bin ich zufrieden. Ich wähle seit meinem 18. Lebensjahr die Liberalen, war Anhänger der sozial-liberalen Koalition. Ich bin zufrieden, dass es keine große Koalition mehr gibt.“
von Uwe Badouin
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Kommentare
Kommentar von Johannes J. Ayson – 30.09.09
Es gibt viele Vorbilder und Herr Althaus ist einer von diesen.Weil Sie trotz Ihrer Krankheit so wie Herr Althaus immer gewählt haben, sind Sie ein noch grösseresmys Vorbild als dieser.
Ich denke, Sie haben meinen Kommentar etwas missverstanden.
Wahl Johannes – 30.09.09
Ich bin auch nen Vorbild, trotz Krankheit wähle ich seit ich darf, Egal ob Persönlich oder per Briefwahl, die eigene Stimme ist wichtig!Marburger föhrt 600 Kilometer zur Wahlurne J. Ayson – 30.09.09
Dieser Mann ist ein Vorbild fur dieNichtwähler. Hier zeigt ein Bärger wahres Demokratieverständnis,da er immer sein Wahlrecht wahrgenommen hat. Nur durh solches Verhalten kann
ein demokratisches Gemeinwesen bestand haben.Wahlverdrossenheit ist bestimmt für Herrn Altaus ein Unwort.