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Marburger Stadtfest ist eröffnet

3TM Marburger Stadtfest ist eröffnet

Immerhin: Kurz vor der offiziellen Eröffnung des 17. Marburger Stadtfests hörte es auf zu schütten, und die Zuschauer erlebten den traditionellen Fassbieranstich halbwegs im Trockenen.

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Um Schlag 18 Uhr eröffneten Mitglieder des VfL-Blasorchesters mit einer Fanfare den Fassbieranstich; Oberbürgermeister Vaupel schenkte anschließend fleißig aus.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Das Gewitter am Nachmittag hatte viele der traditionellen Stadtfest-Besucher offenbar verschreckt. So waren es nur vielleicht 150 Besucher, die am Freitabend den traditionellen Fassbieranstich zur Eröffnung des Marburger Stadtfests besuchten. Stammgäste vermissten sogar das Drachenboot-Team von pharmaserv, das in den Jahren zuvor zum „Inventar“ des Fassbieranstichs zählte.

Mit dem traditionellen Fassanstich eröffnete Oberbürgermeister Egon Vaupel am Freitagabend das Stadtfest. (Fotos: Nadine Weigel)

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Es wurde würdig vertreten von den Mitgliedern des „Rapid-Team“, die im wahren Leben in der „Bunten Liga“ kicken, am Freitag pünktlich kurz vor 18 Uhr den Marktplatz enterten und, mit ihren langen Bärten und den hohen Hüten an Kobolde erinnernd, für die schönsten Farbtupfer sorgten.
Apropos Drachenbootrennen: Gerüchte, die Wettkämpfe auf der Lahn seien wegen des gewittrigen und schaulichen, gelegentlich auch schauerhaften Wetters schon abgesagt, sind nur Gerüchte. Am Freitagabend jedenfalls gab es keine Hinweise darauf, dass die Rennen ausfallen sollen. Die meisten Wetter-Radars sehen zumindest wieder  für den heutigen Samstag Land: Das Regenrisiko für den zweiten Stadtfesttag ist überschaubar.
 Die Organisatoren sind ohnehin jede Art von Wetter gewohnt: „Ob Regen oder Sonnernschein – wir feiern das Marburger Stadtfestz“, sagte Organisator Peter Mannhardt  vom Marbuch-Verlag in seiner Eröffnungsrede und wünschte allen Stadtfest-Besuchern „ein friedliches und frohes Fest“.
Ohnehin heißt es ja im Stadtfestlied, das seit Jahren zur Eröffnung immer gesungen wird“Regen, Wind und Sonnenschein, AlltenMenschen ist es ein, jeder nimmt am Feiern teil.“

 Nach zehn Minuten ist das Fass leer

Es mag dem Laienchor aus Mitarbeitern des Express und MIgliedern des Magistrats , der auf der Bühne vor dem Rathaus tapfer das „Stadtfestlied“  sang, zum Trost gereichen, dass, wie Peter Mannshardt vorher aufmunternd gesagt hatte, jeder singen kann – gefragt ist nur Geduld und regelmäßige Übung. Mannshardt und Oberbürgermeister Egon Vaupel jedenfalls, die die Vorsänger gaben, schlugen sich tapfer und dank elektronischer Verstärkung auch stimmgewaltig.
Apropos gewaltig: Mit zwei gewaltigen Schlägen hieb Vaupel anschließend den Zapfhahn in das bereitstehende Bierfass. Zwei Schläge nur brauchte das Stadtoberhaupt, um  das Bier zum fließen zu bringen – ob es bei seinem zehnten Fassanstich als Oberbürgermeister zu einem neuen persönlichen Rekord gereicht hatte, das wusste Vaupel nicht einmal selbst.
Die Zuschauer jedenfalls hatten ihre Freude, nahmen aus der Hand des Stadtoberhaupts erfreut Krüge oder Gläser mit Freibier entgegen – nach knapp mehr als 10 Minuten war das Fässchen leergezapft.

"Am Ende des Stadtfestes werden wir Weltmeister"

Auch ein Besucher mittleren Alters, der sich als „Peter“ vorgestellt hatte, war anschließend zufrieden. Er war im vergangenen Jahr beim Fassbieranstich leer ausgegangen, hatte diesmal aber bei deutlich weniger Gedränge keine Schwierigkeiten, sein Freigetränk zu erhalten.
Unter den Klängen des VfL-Blasorchesters feierten die Marburger noch einige Zeit das trockene Freitagwetter, ehe sich das Geschehen dann Richtung Schlossberg verlagerte, wo am Abend traditionell die Klassik-Konzerte und am späten Abend das Musikfeuerwerk stattfinden sollten.
 Am heutigen Samstag und am Sonntag wird das Stadtfest fortgesetzt – mit den Drachenbootrennen auf der Lahn, einem großen und abwechslungsreichen Musikprogramm in der Obertsadt und am Schlossberg und dem verkaufsoffenen Sonntag am Sonntag zwischen 12 und 18 Uhr. Und für viele das Wichtigste: „Am Ende des Stadtfests werden wir Weltmeister“, prognostizierte Vaupel.

von Till Conrad

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Das Geräusch von umfallenden Regenschirmen hörte man Freitagabend überall. Doch rechtzeitig zum Fassbieranstich hörte der Regen auf und die vielen Besucher konnten das Programm in vollen Zügen genießen.

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