Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 13 ° Regen

Navigation:
Marburger Linke befragt Spies und Bamberger

OB-Stichwahl Marburger Linke befragt Spies und Bamberger

Die Marburger Linke hat an die beiden verbliebenen Oberbürgermeister-Kandidaten Dirk Bamberger (CDU) und Dr. Thomas Spies (SPD) geschrieben, um deren Positionen zu Linken-Forderungen abzuklopfen.

Voriger Artikel
"Gute Stimmung"
Nächster Artikel
Die Flucht soll in Marburg beendet sein

Am 28. Juni treten Thomas Spies (SPD) und Dirk Bamberger (CDU) noch zur Stichwahl an.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Um den Anhängern und Mitgliedern der Marburger Linken eine Orientierung für die kommende Stichwahl zu geben, erwarten wir von Ihnen, dass Sie sich konkret zu den von uns aufgestellten Forderungen positionieren“, heißt es in einem Brief, den Fraktionschef Henning Köster am Dienstag an Spies und Bamberger geschickt hat. Die Antworten sollen veröffentlicht werden - als Entscheidungsgrundlage für die Stichwahl.

Die Linken wollen unter anderem wissen,

- ob Spies und Bamberger für die Einführung einer Sozialquote für Bauinvestoren sind

- ob sie Stadtpassinhabern die kostenlose Nutzung des ÖPNV ermöglichen wollen

- welche Schritte in Richtung Verkehrswende geplant sind

- welche Schritte in Richtung mehr Bürgerbeteiligung geplant sind

- welche Mindeststandards in der Flüchtlingsbetreuung die Kandidaten anstreben.

Grüne rufen zur Wahl von Spies auf

Inzwischen haben sich die Linken mit den Kandidaten zu „informellen Gesprächen“ verabredet, teilte Köster später mit. Dabei handele es sich aber um einen „Gedankenaustausch“, keine Verhandlungen.

Die Grünen haben sich indes für einen Wahlaufruf für den SPD-Kandidaten entschieden. Bei der Sitzung von Partei- und Fraktionsvorstand am Montagabend stieß Dr. Thomas Spies am späten Abend hinzu. „Wir haben ihm gesagt, dass wir ihn unterstützen“, teilte Grünen-Fraktionschef Dietmar Göttling mit. Schließlich wolle seine Partei, „dass Rot-Grün weitergeführt wird“. Dennoch habe man sich „über das Verhältnis zwischen Oberbürgermeister und Fraktion“ sowie darüber „wie die Kommunikation innerhalb der Koalition ist“ unterhalten.

Die grüne OB-Kandidatin Dr. Elke Neuwohner ergänzt, dass es um „Inhalte aus dem Koalitionsvertrag“ gegangen sei, auf die man sich erneut verständigt habe. Für die Unterstützung von Spies habe es „keine besonderen Hindernisse“ gegeben.

Am Montag hatte Spies gegenüber der OP erklärt, „keinen großen Spielraum“ bei seinen inhaltlichen Positionen zu sehen. Von grüner Seite hatte Göttling darauf gepocht, dass Bürgermeister Dr. Franz Kahle nicht zur Disposition stehe, ansonsten aber „keinen Zweifel“ an einem Wahlaufruf für Spies gelassen. Ein Flyer mit dem Aufruf soll nun in den kommenden Tagen verteilt werden.

Rainer Wiegand, mit nur 0,2 Prozent der Wählerstimmen abgeschlagener Kandidat bei der Wahl am Sonntag, hält sein Ergebnis für „beschämend“. Er will später entscheiden, ob er sein kommunalpolitisches Engagement fortsetzt.

Wahlamt im Rathaus bleibt geöffnet

Sehr zufrieden zeigte sich mit seinem Ergebnis der Kandidat der Partei, Marius Beckmann, der am Sonntag 2,2 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Es sei „sehr wahrscheinlich“, dass er weiter Kommunalpolitik machen werde. Wie sein Engagement aussehen werde, stehe aber noch nicht fest.

Das Wahlamt bleibt im Erdgeschoss des Rathauses eingerichtet. Geöffnet ist es montags bis mittwochs jeweils von 8 Uhr bis 16 Uhr, donnerstags von 8 Uhr bis 18 Uhr sowie freitags von 8 Uhr bis 12 Uhr, am 26. Juni 2015 bis 13 Uhr.

Wer vor dem ersten Wahlgang Briefwahlunterlagen für beide Wahlgänge beantragt hat, bekommt die automatisch zugeschickt. Auch wer am 14. Juni noch nicht wahlberechtigt war, es aber am 28. Juni ist (weil er 18 Jahre alt geworden ist oder inzwischen mehr als 3 Monate mit erstem Wohnsitz in Marburg wohnt), bekommt Wahlunterlagen automatisch zugeschickt. Alle anderen müssen die Unterlagen neu beantragen - persönlich oder online auf www.marburg.de.

  • Kontakt: Wahlamt, Rathaus, Erdgeschoss, Markt 1, 35037 Marburg, Telefon: 06421/201-1724, Fax: 06421/201-591, E-Mail: wahlen@marburg-stadt.de .

von Till Conrad und Peter Gassner

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr