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Marburger Kitas bleiben zu

Warnstreiks Marburger Kitas bleiben zu

Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes in Hessen heute zu ganztägigen Warnstreiks auf. Und die meisten städtischen Marburger Kitas, nämlich 14 von 16, bleiben zu.

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Nach Gewerkschaftsangaben bleiben heute einige Kitas geschlossen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Geschlossene Türen in vielen Kindertagesstätten: Der Warnstreik der Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes geht in die nächste Runde. Seit heute Früh werden in ganz Hessen für einen Tag Kindertagesstätten bestreikt, allein in Mittelhessen sind es in 13 Kommunen rund 50 Einrichtungen. Die Eltern der betroffenen Einrichtungen wurden im Vorfeld aber frühzeitig informiert, sodass heute niemand unerwartet vor verschlossenen Türen steht.

In Marburg beteiligen sich 14 von 16 städtischen Kitas an dem Warnstreik, aus dem Landkreis werden sich vermutlich weitere Beschäftigte anschließen und zur Demonstration nach Gießen fahren, die um 10.30 Uhr an den Hessenhallen beginnt und durch die Innenstadt führt. In Gießen werden 300 Teilnehmer erwartet.

Die streikenden Erzieher und Sozialarbeiter fordern keine Lohnerhöhung, sondern eine Neubewertung ihrer Tätigkeiten.

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Da die Gewerkschaft Verdi diesmal auch Sozialarbeiter und Sozialpädagogen zum Warnstreik aufrief, werden auch aus den Allgemeinen Sozialen Diensten des Landkreises und der Stadt Marburg Kollegen erwartet. Der Warnstreik soll den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen. Morgen werden die Verhandlungen mit dem Verband kommunaler Arbeitgeber (VKA) in Düsseldorf fortgesetzt. Dieser hat bisher kein Tarifangebot unterbreitet.

Verdi verlangt Neuregelungen

Den Beschäftigten geht es nicht um eine reine prozentuale Erhöhung. Die Arbeitnehmer fordern eine Neubewertung der Tätigkeiten. Verdi verlangt von der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) bislang erfolglos eine Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und Tätigkeitsmerkmale. Das würde sich für die bundesweit rund 240 000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst in einem durchschnittlich um zehn Prozent besseres Gehalt niederschlagen, so die Gewerkschaft.

Indirekt profitieren würden von einem Abschluss wohl auch die mehr als 500 000 Beschäftigten bei freien und kirchlichen Trägern. Denn im Werben um qualifizierte Mitarbeiter für Kitas und Sozialdienste werden es sich die freien Träger dauerhaft kaum leisten können, ihren Mitarbeitern weniger zu zahlen als die kommunalen Arbeitgeber.
 
  von Michael Agricola

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