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Marburger Juden und Moslems senden Friedenssignal

Nahost-Konflikt Marburger Juden und Moslems senden Friedenssignal

Die Zusammenarbeit der Religionen hat in Marburg Tradition – jetzt setzen sich Juden und Moslems aus der Universitätsstadt gemeinsam für das Ende des Gaza-Krieges ein.

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Zusammen setzen sich Moslems und Juden aus Marburg für ein Ende des Nahost-Konflikts ein.

Quelle: Sameh Rahmi

Marburg. In Zeiten von Krieg und Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern sind die Spitzen von Islamischer und Jüdischer Gemeinde in Marburg, Dr. Bilal Farouk El-Zayat, Dr. Hamdi Elfarra und Marburgs Ehrenbürger Amnon Orbach zu Gesprächen mit Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer zusammengekommen, um sich gemeinsam für eine dauerhafte friedliche Lösung und für humanitäre Hilfe im Gazastreifen einzusetzen. In der gemeinsam verfassten Erklärung bitten die Marburger Beteiligten den Magistrat, sich bei der Bundesregierung und der Europäischen Kommission für die Wahrung der Menschenrechte im Gazastreifen einzusetzen.

Zugleich fordert der Appell, die Angriffe auf die Zivilbevölkerung im Gazastreifen ebenso einzustellen wie die Raketenangriffe der Hamas auf Israel. Beides werde scharf verurteilt.

Als äußeres Zeichen schlagen die Gesprächsteilnehmer vor, dass die Stadtverordnetenversammlung 10000 Euro für die Arbeit der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ im Gazastreifen zur Verfügung stellt. Die soll in ihrer Sitzung am 26. September darüber beraten. Nach Auskunft von Löwer muss das Parlament dazu eine zusätzliche Ausgabe beschließen: Die jedes Jahr vorgesehene Spende in Höhe von 10000 Euro wurde schon im Frühjahr für die Flüchtlinge in Syrien beschlossen.

Löwer, der auf Initiative des Ältestenrats eingeladen hatte, sagte der OP, das Ergebnis zeige, „dass es auch miteinander geht.“ Das gemeinsame Signal, das von Marburg aus gesendet werde, sei ein sichtbares Zeichen dafür, dass es gut sei, wenn Betroffene direkt miteinander kommunizieren. Es sei möglich, gut miteinander auszukommen, sagte Löwer – „in Marburg wie im Nahen Osten.“

Seit 2006 arbeiten Jüdische und Islamische Gemeinde im „Runden Tisch der Religionen“ zusammen. Weiter sind dort Vertreterinnen und Vertreter aus der Bahà‘í-Religion, dem Buddhismus und dem Christentum vertreten.

von Till Conrad

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