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Marburg wählt Oberbürgermeister am 14. Juni

Reaktionen auf Bamberger-Nominierung Marburg wählt Oberbürgermeister am 14. Juni

Die Marburger werden ihren Oberbürgermeister am 14. Juni 2015 wählen, eine eventuell notwendige Stichwahl wäre am 28. Juni. Diesen Antrag an das Stadtparlament brachte am Dienstag die rot-grüne Koalition auf den Weg. Es gilt als sicher, dass das Stadtparlament dem Vorschlag folgen wird.

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Andrea Suntheim-Pichler (BfM) wird nicht als OB-Kandidatin antreten – CDU-Kandidat Dirk Bamberger sehr wohl.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Die Nominierung von Dirk Bamberer durch die Findungskommission der CDU sorgt unterdessen für zahlreiche Reaktionen. Einen Tag, nachdem die Findungskommission der CDU Marburg den Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Marburg-Mitte der Partei als Kandidaten für die Nachfolge von Amtsinhaber Egon Vaupel (SPD) vorgeschlagen hatte, erklärte die Stadtverordnete Andrea Suntheim-Pichler von den Bürgern für Marburg, dass sie ihre eigene Kandidatur nicht aufrechterhält.

Es sei nicht ihre Absicht, die bürgerliche Wählerschaft mit einem zweiten OB-Kandidaten „zu irritieren oder gar zu spalten“, sagte Suntheim-Pichler (Privatfoto) auf Anfrage der OP. Sie kandidiere nicht, nur um sich selbst „von einem Wahlplakat lächeln zu sehen“.

Aus dem bürgerlichen Lager solle ein einziger Kandidat antreten, um „die Synergien gegen den OB-Kandidaten der SPD zu bündeln“. Ob die Bürger für Marburg den CDU-Kandidaten Dirk Bamberger offziell unterstützen, darauf will sich Suntheim-Pichler noch nicht festlegen. Die „Bürger für Marburg“ wollten ihre Basis zu diesem Thema befragen, sagte die Stadtverordnete.

Die FDP lobt die CDU-Entscheidung: „Als Ur-Marburger und Oberstädter scheint Bamberger die Probleme und Besonderheiten zu kennen“, sagt Stefan Schartner, Fraktions-Chef im Stadtparlament. Allerdings unterscheide sich gerade bei der Frage der Sicherheitskonzepte das Denken der Konservativen von dem der Liberalen. „Besonders positiv betrachte ich die Position zur Verkehrssituation. Sein Vorgehen scheint mir unideologisch und damit näher an unserer Position“, sagt Schartner.

„Ein interessanter Kandidat“, reagierte der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Steffen Rink, auf die Nominierung Bambergers. Er freue sich auf den Wahlkampf, in dem unterschiedliche Konzepte deutlich würden. „Wir wollen nicht gegen jemanden arbeiten, sondern unsere Ideen deutlich machen, die sich mit unserem OB-Kandidaten Matthias Acker verbinden“, sagte Rink. Acker war unmittelbar nach der Rücktrittsankündigung von Vaupel vom SPD-Vorstand nominiert worden. Er soll von der SPD-Basis offiziell auf einer Vollversammlung am kommenden Dienstag bestätigt werden.

Grüne lassen sich noch Zeit

Dass die möglichst eindrucksvoll ausfällt, dafür will auch die Parteivorsitzende Moniks Biebusch sorgen. Sie teilte deswegen nach der Bamberger-Nominierung mit, die SPD befasse sich ausschließlich mit ihrem eigenen Kandidaten – „und wir haben einen guten“, sagte sie. Programmatisch werde man sich mit dem CDU-Bewerber auseinandersetzen, sobald dieser seine Vorstellungen näher erläutert habe.

SPD-Kandidat Acker wird wohl am kommenden Dienstag vor der Partei darstellen, mit welchen politischen Schwerpunkten er in den Wahlkampf ziehen wird. Noch gar keine Reaktion gibt es vom Koalitionspartner der SPD, den Grünen. Man wolle sich bei der Kandidatenfrage Zeit lassen, hieß es aus Parteikreisen. Ob die Grünen einen eigenen Kandidaten stellen, dazu gibt es noch keine offizielle Stellungnahme.

Henning Köster, Fraktionsvorsitzender der Marburger Linken, nennt Bamberger einen „respektablen Kandidaten“, stellt aber die Frage, für welche Inhalte der CDU-Mann stehe. Die Linken wollen nach eigener Aussage auf einer Mitgliederversammlung am 11. Dezember entscheiden, ob sie einen eigenen Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl nominieren. Jan Schalauske (33), neuer Landeschef der Hessen-Linken, gilt als Favorit.

von Björn Wisker und Till Conrad

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