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Marburg und Gießen wollen Exzellenz

Initiative zweier Hochschulen Marburg und Gießen wollen Exzellenz

Die Marburger Universität beabsichtigt, zusammen mit der Uni Gießen, drei Projekte in das bundesweite Rennen um Exzellenzcluster zu schicken.

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Synthetische Mikrobiologie ist eines der drei Themenfelder für potenzielle Exzellenzcluster der Universitäten Marburg und Gießen.

Quelle: Nadine Weigel (Archiv)

Marburg. „Man braucht einen langen Atem und viel Glück“, sagt die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina­ Krause zu den drei möglichen Anträgen, an denen sich die Universität Marburg beteiligen will. In den zurückliegenden Runden der bundesweiten Exzellenzinitiative war die Uni Marburg aber jedes Mal komplett leer ausgegangen. Etwas erfolgreicher war die Nachbar-Universität in Gießen gewesen, mit der die Marburger Uni jetzt gleich bei drei Vorhaben kooperieren möchte.

Die neue Staffel der „Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder“ geht in die erste Runde. Bis Anfang Dezember mussten die deutschen Hochschulen, die ihre Antragsskizzen in dem bundesweiten Wettbewerb einreichen wollen, ihre Absichtserklärungen an die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) schicken. Insgesamt gingen 192 Absichtserklärungen bei der DFG ein, teilte jetzt DFG-Präsident Professor Peter Strohschneider mit. Davon seien 44 Erklärungen von mehreren Universitäten im Verbund abgegeben worden. Von diesen 44 wiederum seien 7 Absichtserklärungen mit der zulässigen Höchstzahl von drei Universitäten gemeinsam abgegeben worden.

„Es ist allerdings nicht klar, wie viele Universitäten sich daran beteiligen und welche Verbünde es gibt“, sagte die Marburger Uni-Präsidentin Professorin ­Katharina Krause im Uni-Senat.

Nach Angaben von Krause gab die Philipps-Universität gemeinsam mit der Universität Gießen drei Absichtserklärungen ab. Zudem wollen die Gießener noch mit einem Solo-Projekt in das Rennen um Exzellenzcluster und bei einem Vorhaben mit der Universität Frankfurt kooperieren.

Aus Gründen des Wettbewerbs wollte Krause nicht weiter ins Detail gehen, um welche Projekte es sich detailliert bei den Kombi-Vorhaben der Universitäten Gießen und Marburg handelt. „Wir wollen die inhaltliche Ausrichtung und die Schwerpunktsetzungen der Anträge nicht vor der Einreichung der Anträge in die Öffentlichkeit tragen“, sagte der für Forschung zuständige Uni-Vizepräsident Professor Michael Bölker

Antragsskizzen müssen bis 3. April 2017 vorliegen

Allerdings stellte Bölker dar, aus welchen Fachgebieten die Projekte für den Exzellenz-Wettbewerb rekrutiert wurden. Und zwar seien dieses alles Fachrichtungen, die bei der Philipps-Universität als Forschungsschwerpunkte identifiziert worden seien.

So stamme eines der Themen aus dem Bereich der Wahrnehmungs-Psychologie. Dort wird an der Marburger Universität gerade ein Forschungszentrum zum Thema „Mind, Brain and Behavior“ eingerichtet.

Bei dem zweiten Projekt kooperieren auf Marburger Seite­ Wissenschaftler des Centrums für Nah- und Mitteloststudien (CNMS) und des Zentrums für Konfliktforschung sowie des Fachbereichs Geschichte. Aber auch Forscher des Herder-Institutes mit Sitz in Marburg sowie des Forschungszentrums für Osteuropäische Geschichte.

Der dritte Themenschwerpunkt rankt sich um die Mikro­biologie und die Virologie. Auch Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes für terrestrische Mikrobiologie sowie des Zentrums für Synthetische ­Mikrobiologie (Synmikro).

Bis spätestens zum 3. April 2017 müssen die Antragsskizzen bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingereicht werden. Ende September 2017 soll ein mit 39 überwiegend im Ausland tätigen Wissenschaftlern besetztes Expertengremium darüber entscheiden, welche der Skizzen als weiter ausgearbeitete Anträge in die Endausscheidung. Im September 2018 soll dann entschieden werden, welche der Cluster ab dem 1. Januar 2019 gefördert werden.

Aus Sicht der Marburger Uni-Präsidentin ist es besonders wichtig, mit möglichst vielen­ der drei Cluster-Anträge die zweite Runde zu erreichen. Zwischen 75 und 100 Anträge könnten dafür insgesamt ausgewählt werden, so die Schätzung von Krause. Für die Förderlinie Exzellenzcluster wollen Bund und Länder jährlich insgesamt rund 385 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Gefördert werden soll dann für einen Förderzeitraum von sieben Jahren mit einer Option der Verlängerung um weitere sieben Jahre 45 bis 50 Exzellenzcluster mit einem Umfang von zwischen drei und zehn Millionen Euro jährlich.

von Manfred Hitzeroth

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