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Marburg bekommt eine Radverkehrs-Chefin

Autos vs. Zweiräder Marburg bekommt eine Radverkehrs-Chefin

Katharina Grieb wird 2014 Radverkehrsbeauftragte in der Universitätsstadt. Die Mitarbeiterin aus dem Tiefbauamt soll Straßen-Konflikte zwischen Rüpel-Radlern und Aggro-Autofahrern lösen.

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Sind Radfahrer ein Opfer der Verkehrsführung?. Eine neue Radverkehrs-Beauftragte soll ab 2014 Lösungen erarbeiten. Archivfoto

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Mit diesem neuen Posten wollen wir die strukturellen Probleme, die Radfahrer in Marburg haben, angehen“, sagt Franz Kahle (Grüne), Bürgermeister. Der unmotorisierte Zweiradverkehr solle gegenüber Autos gestärkt werden. „Gleichzeitig soll das nicht zu Lasten von Fußgängern gehen“, ergänzt er. Katharina Griebs im Tiefbauamt umfasst 39 Wochenarbeits-stunden. Davon wird sie einen Großteil für ihre neue Funktion als Radverkehrs-Chefin abzwacken. Den Rest soll sie Kahle zufolge weiter für Bau-Aufgaben aufwenden. Das ist das Ergebnis der Umwelt- und Verkehrsausschuss-Sitzung von Dienstagabend.

Das geht Henning Köster (Linke) nicht weit genug. Er fordert die grundsätzliche Änderung der Verkehrspolitik,eine Koordination des gesamten Langsamverkehrs - vor allem der Fußgängerbelange. „Wenn Interesse A ohne Interesse B gedacht wird, kommt so etwas wie am Bahnhofsvorplatz oder Pilgrimstein heraus“, sagt er.

Karin Schaffner (CDU) kontert: „Einen solchen Beauftragten braucht es nicht.“ In Marburg grassiere viel mehr ein Fehlverhalten, gerade von Radfahrern. „Mittlerweile überholen die in 30er-Zonen Autos, rote Ampeln werden überfahren, von Straßen wird auf Gehwege hin und her gewechselt“. Das verstärkte die ohnehin vorhandene Unfallgefahr.

von Björn Wisker

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