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Marburg aus studentischer Perspektive

Fotowettbewerb Marburg aus studentischer Perspektive

Was bewegt die Marburger Studenten zwischen Hörsaal, Lahnufer und Altstadt? Diese Frage stellte sich das Institut für Erziehungswissenschaften und rief einen Fotowettbewerb ins Leben.

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Eines der Siegerfotos: Maximilian Dörbecker hat den Moment der "Letzten Runde" im "Delirium" erwischt.

Quelle: Maximilian Dörbecker

Marburg. Unter dem Motto: „Share – Like – Favourite – Leben und studieren in Marburg“ waren die Studenten aufgerufen, kreative Fotos einzusenden und das studentische Leben in Marburg damit bestmöglich abzubilden (Die OP berichtete). Am 18. Juli wurden die Gewinner des Wettbewerbs im Rahmen der Vernissage geehrt. Ihre Fotos sind seitdem im Institut für Erziehungswissenschaften zu sehen (siehe unten).

Das sind die besten Fotos des studentischen Foto-Wettbewerbs „Share – Like – Favourite – Leben und studieren in Marburg“. Zum Artikel.

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„Ich habe zufällig von dem Wettbewerb erfahren und relativ zeitgleich sind mir die Grafittis in der Stadt aufgefallen, berichtet der Drittplatzierte, David Stolz, von seiner Idee für das Bild „Nordstadt“ und seine Motivation an dem Wettbewerb teilzunehmen.

Humorvolles Foto 
überzeugt die Jury

„Ich denke das ist hier einfach gerade ein großes Thema, dass hier zum Beispiel die Mieten steigen. Andererseits tut Herr Pohl mit seinen Investitionen der Stadt natürlich auch etwas Gutes. Weil das so ein zwiespältiges Thema ist, habe ich mich dazu entschieden dies darzustellen“. Neben „Nordstadt“ schickte er noch ein zweites Foto mit dem Namen „Foucault“ ein. „Das steht sinnbildlich für die Gender-Thematik, die unter den Studierenden auch einige Menschen beschäftigt“, so Stolz. Giovanna Leinung hingegen ging die Aufgabenstellung humorvoller an und zeigte auf ihrem Foto namens „Lightorchestra“, was sich hinter aufgeklappten Laptops im Hörsaal tatsächlich verbergen kann – zum Beispiel das Kartenspiel Solitär. „Jeder kann was Ernstes machen“ sagt sie augenzwinkernd und findet, dass ihr Bild „das realistische Leben widerspiegelt“. Sie fotografiert aus Leidenschaft und wurde über ein Plakat auf den Wettbewerb aufmerksam.

168 Bilder eingeschickt, 
45 ausgestellt

Mit den 120 Euro Preisgeld für den zweiten Platz, möchte sie einen Teil ihres Semesterbeitrags bezahlen. Sieger Maximilian Dörbecker hingegen will das gewonnene Geld „vielleicht in Kamera-Equipment investieren“. Seit zwei bis drei Jahren widmet er sich der „beobachtenden Fotografie“, wie er sagt. Auch sein Foto „Unterführung“ ist auf diese Weise entstanden. „Ich bin zufällig an der Unterführung an der Philosophischen Fakultät vorbei gekommen und habe sie aufgenommen“, so Dörbecker.

Sein zweites Foto „Letzte Runde“ schoss er in der Kneipe „Delirium“ in der Oberstadt. „Ich denke das ist eine Kneipe, die jeder Student hier kennt und bei dem Schnappschuss mit den Gläsern habe ich dann auch Glück gehabt“, sagt er bescheiden.

„Die eingereichten Fotografien zeigen eine große Spannbreite vom Dokumentarischen bis zum Experimentellen, von der klassischen Schwarzweißfotografie bis zur bearbeiteten Farbaufnahme mit schrillen Farben, von gestochen scharfen Details bis hin zu Bildern, die bewusst nebulös bleiben“, erklärt Prof. Dr. Sigrid Hofer vom Kunstgeschichtlichen Institut der Universität Marburg.

Insgesamt nahmen rund 50 Studenten an dem Wettbewerb teil, der von der Sparkasse Marburg mit 2 500 Euro gesponsert wurde. Sie sendeten insgesamt 168 Bilder ein. 45 dieser Fotos fanden in der Ausstellung Platz, die im Institut für Erziehungswissenschaft auf vier Gänge verteilt ist. Die Ausstellung ist in die vier Oberthemen Architektur, Verkehr, privates Umfeld und Studium unterteilt. Zudem soll in den nächsten Monaten ein Katalog mit den besten Bildern herausgegeben werden.

von Peter Gassner

  • Die Ausstellung mit den eingereichten Werken wird im Institut für Erziehungswissenschaften, Pilgrimstein 2 (1. OG) vom 18. Juli 2013 bis 28. Februar 2014 geöffnet sein. Danach zieht sie in die Räume der Sparkasse Marburg-Biedenkopf um.
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