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Marbacher fordern bessere Anbindung

Buslinien Marbacher fordern bessere Anbindung

Die Marbacher sind mit ihren Busverbindungen nicht zufrieden. Der Ortsbeirat fordert die Stadtwerke auf, die Anschlüsse zu verbessern.

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Auf dem Weg in die Marbach: Aus dem Stadtzentrum fährt die Buslinie 5 in den Marburger Stadtteil. Die Bewohner wünschen sich aber bessere Anbindungen.

Quelle: Thorsten Richter

Marbach. Ziel ist es, die Anliegen der Anwohner offiziell prüfen zu lassen und das Mögliche bis 2014 auch umzusetzen. Zur Ortsbeiratssitzung stellte sich Robby Jahnke, der Koordinator der Fahrpläne, den Wünschen, Anregungen und Kritikpunkten der Bürger. Die wünschen sich in der Marbach eine bessere Anbindung zum Richtsberg, an den Bahnhof, auf die Lahnberge, nach Wehrshausen und in die Stadtmitte. Außerdem solle die Linie 14 so getaktet werden, um den Zug nach Frankfurt besser zu erreichen. Des Weiteren sei eine Erweiterung der Fahrstrecke wünschenswert. Die Kosten, Wendemöglichkeiten und Zeitfenster sollen in diesem Zusammenhang geprüft werden.

Anruflinientaxi als Alternative für Stadtteil

Ein voller Wunschzettel, auf den auch noch mancherorts eine Verlegung der Bushaltestellen sowie eine bessere Übersicht über Sparmöglichkeiten beim Fahrkartenkauf hinzukamen. Jahnke ging auf jeden einzelnen der Punkte ein, beantwortete Zuschauerfragen und erläuterte wirtschaftliche Faktoren und Richtlinien. Grundsätzlich, so sagt Jahnke, sei die Marbach mit der Schulbuslinie 15, die bis auf den Richtsberg, der Stammlinie 5 die über den Bahnhof nach Ockerhausen führt, der 14, die vor allem auf die Beschäftigten der Behringwerke abgestimmt sei, und die 20, die bis in Marburgs Mitte fährt, ausgesprochen gut aufgestellt. Eine Erweiterung der Linie 20 bis in die Europabadstraße sei zu zeitaufwendig, der Fahrplan könne dann nicht mehr eingehalten werden. Ein Aushang der Tarife sei schnell umsetzbar. Abschließend versprach Jahnke die Möglichkeit eines Anruflinientaxis zu prüfen.

Bei der Sitzung dabei waren auch Reinhold Kulle und Rose-Linde Michelsen von der Marburger Stadtplanung. Sie informierten über die Bedingungen für eine Bebauung im Bereich von der Brunnenstraße bis Bienenweg. Hintergrund: Im Vorfeld hatte es eine Bauanfrage für ein Sechs-Familienhaus im Bienenweg unterhalb der Schule gegeben. Ortsvorsteher Ulrich Rausch (SPD) nahm das zum Anlass, gleich Fragen nach der Rechtmäßigkeit zu klären.

Die Marbach habe eine nicht bebaute Schneise von gut 20 Metern, die für die Luftzufuhr und den Luftaustausch in der Nordstadt unabdinglich sei, erläutert Kulle. Vor gut zehn Jahren sei ein Klimagutachten erstellt worden, das besagt: „Es ist schon eine Beeinträchtigung dieser Schneise vorhanden, mehr darf nicht passieren.“ Das Sechs-Familienhaus sei also so nicht realisierbar, kleinere Häuser könnten, sofern sie nicht in die Schneise hereinreichen, durchaus noch gebaut werden. Die Bauplanung sei für Einzelanfragen offen und entscheide von Fall zu Fall.

von Kristina Gerstenmaier

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