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Magistrat setzt Hoffnung auf Park-App

Parksituation in Marburg Magistrat setzt Hoffnung auf Park-App

Die Stadtverwaltung will die Parkplätze aufpeppen: In Zukunft soll etwa das elektronische Parkleitsystem modernisiert werden, so dass Autofahrer über Smartphone-Apps sehen können, wo Flächen frei sind.

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In Zukunft sollen Autofahrer über eine Parkplatz-App sehen können, wo Parkplätze frei sind.

Quelle: Björn Wisker

Marburg. In den Doppelhaushalt sind nach Angaben des Magistrats jährlich 115 000 Euro eingestellt, um das Parkleitsystem zu verbessern. Eine zentrale Rolle für eine verbesserte Parksituation in der Universitätsstadt wird nach Einschätzung von Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) die Einführung von Computer-Software spielen.

„Es wird von Bürgern erwartet werden, dass man sich auf dem Handy zumindest einen Überblick über aktuell freie und belegte Plätze verschaffen kann. Technisch möglich ist das schon“, sagt er während der Sitzung des Verkehrsausschusses am Dienstagabend. Ein großes Problem in der Innenstadt sei nämlich der Parkplatz-Suchverkehr.

Das sieht auch die CDU so. Die Partei fordert neben Optimierungen einen Ausbau des zentralen Parkraumangebots. „Seit Jahren werden Stellflächen ab- und zugebaut, nun sagt man, es gebe für neue Parkplätze keine ausreichenden Flächen im Zentrum. Die Leute werden veräppelt! Elnhäuser oder Cappeler wollen eben mal in die Oberstadt, etwas einkaufen. Mit dieser Politik sorgt der Magistrat dafür, dass Kunden immer mehr nach Gießen abwandern“, sagt Karin Schaffner.

"Es hat doch gar keinen Abbau gegeben"

Es habe „doch gar keinen Abbau“ gegeben, sagt Vaupel. 6000 Stellflächen gebe es, nur kostenlos seien sie nicht mehr. Das beliebte Brauereigelände sei nur eine Übergangslösung gewesen, an die sich eben viele Autofahrer gewöhnt hätten. „Und die Parkhäuser sind bis auf Spitzenzeiten, etwa zur Adventszeit, nie ausgelastet.“

Zusätzliche Parkplätze sollen nach dem Willen des Magistrats jedoch trotzdem entstehen – auf zwei Grundstücken in der Innenstadt und einem in der Nordstadt. „Da ist aber noch nichts spruchreif“, sagt Vaupel. Auf einer Fläche könnten auch Dauerparkplätze für Oberstadtanwohner entstehen.

Den Ausbau des Parkhauses Pilgrimstein – in die Baulücke, in der Fahrradstellflächen  geschaffen wurden – bezeichnet Vaupel als „sehr anspruchsvoll“. Wenn Parkhäuser in Marburg neu- oder ausgebaut werden, wolle man diese zu „modernen Verkehrszentren“ machen – mit Platz für Autos, Elektroautos samt Ladestationen und Fahrräder. Diese sollen mitunter vollautomatisch funktionieren – reinfahren, abstellen, abholen, bezahlen, rausfahren.

Der Magistrat favorisiert ein Konzept, die Autos künftig in Parkhäusern zu stapeln (die OP berichtete). Nach dem Konzept der Firma Saalfelder Hebezeugbau GmbH reichen Restgrundstücke mit einer Grundfläche von acht mal zwölf Metern aus, um Stellplätze für mindestens 35 Fahrzeuge zu schaffen. Das digitale Fahrgast-Informationssystem an Bus-Haltestellen soll zudem den ÖPNV verbessern.

von Björn Wisker

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