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Magistrat feilt an Konzept für Kaufpark Wehrda

Verkehr Magistrat feilt an Konzept für Kaufpark Wehrda

Der Kaufpark Wehrda soll verkehrstechnisch besser angebunden werden, ­darüber waren sich die Parteien im Verkehrsausschuss einig. Ein neues Konzept soll jedoch ­frühestens in zwei bis drei Jahren umgesetzt ­werden.

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Die Kreuzung Cölber Straße/Am Kaufmarkt/Industriestraße steht im Zentrum der Überlegungen für ein neues Verkehrskonzept im Kaufpark Wehrda.

Quelle: Thorsten Richter

Wehrda. „Die Verkehrsplanung am Kaufpark Wehrda ist in den letzten Jahren nicht dem Wachstum des Standortes angepasst worden“, begründete Stadtverordnete Andrea Suntheim-Pichler den Antrag der Bürger für Marburg (BfM). Angesichts der Situation, wie sie derzeit sei, „müssen wir uns überlegen, ob dies nicht weiterem Wachstum entgegensteht“.

Besonders die Kreuzung Cölber Straße/Am Kaufmarkt/Industriestraße müsse dabei im Fokus der Überlegungen stehen. So gebe es eine Bachelorarbeit einer früheren Magistrats-Mitarbeiterin, die sich mit dieser Thematik befasse und Grundlage für die Erstellung eines neuen Verkehrskonzeptes sein könne.

„Das Gewerbegebiet würde man so heute nicht mehr anlegen“, gestand Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne). Der Kaufpark Wehrda umfasse einige „sehr erfolgreiche Geschäfte“, die sich besser entwickelt hätten, als dies zu Beginn absehbar gewesen sei. Nun spiegele auch  das hohe Verkehrsaufkommen den Erfolg des Wirtschaftsstandortes wider. Die Notwendigkeit eines neuen Konzeptes sei somit gegeben, dies sei aber „keine Sache von ein bis zwei Jahren“. Sinnvoll sei es etwa, den für 2016 geplanten Umbau des Tegut-Marktes abzuwarten.

„Piraten“: Auch der ÖPNV muss bedacht werden

Auch die Bachelorarbeit zeige bisher erst vorläufige Ergebnisse. Dabei werde jedoch etwa ein Kreisverkehr an der großen Kreuzung „besser eingeschätzt, als wir das gedacht hätten“. In den Vorüberlegungen des Magistrats stelle sich somit ein Kreisel „sehr positiv“ dar. Es bleibe aber abzuwarten, ob eine solche Lösung „allen Richtlinien und Normen standhält“.

Michael Weber (Piraten) wies darauf hin, dass neben der Verbesserung für den Pkw-Verkehr auch der ÖPNV bedacht werden müsse, Henning Köster-Sollwedel (Linke) regte an, Kleinbusse von etwas außerhalb liegenden Parkplätzen fahren zu lassen, um die Verkehrssituation im Kaufpark zu entlasten.

Zudem sei es sinnvoll, über einen Fahrradverleih nachzudenken, so Köster. Laut Kahle gäbe es bei einer Umgestaltung der Kreuzung auch Lösungen, die Fußgänger und Fahrradfahrer mit einbeziehe. Sobald ein Konzept erstellt sei, solle dies dem Ortsbeirat Wehrda vorgestellt werden, kündigte Kahle an. Einen Umbau der Kreuzung könne man dann aber erst „eventuell für 2017 oder 2018 ins Auge fassen“.

von Peter Gassner

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