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Mädchen kämpft gegen das Böse

Theaterverein Mädchen kämpft gegen das Böse

In eine märchenhafte Phantasiewelt voller mystischer Wesen und gleichzeitig in eine düstere Zukunftsvision der Menschheit entführt der Theaterverein Moischt das Publikum am Samstag.

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Bereits voll in ihre Rollen eingetaucht sind die Schauspieler Dörte Schönherr (von links), Agnes Pflüger, Claudia Hermig, Anna Lena Aldag, Christian Finance, Andrea Aldag, Sylvia Bousa, Sabine Kröning, Guido Müller, Michael Kröning und Heike Werner.

Quelle: Ina Tannert

Moischt. Man stelle sich eine triste Welt vor, in der sämtliche Emotionen, alles Mitgefühl und alle Individualität ihrer Bewohner erloschen sind. Wer möchte in einer Umgebung leben, in der die Insassen alle miteinander als gesichtslose, gleichgeschaltete Wesen vor sich hin darben? Wohl niemand.

Der einzige Lichtblick, aus diesem Schreckensszenario auszubrechen, ist das junge Mädchen Faer, das die folgenschwere wie märchenhafte Aufgabe erhält, die ausgelaugte Menschheit aus ihrer Identitätskrise zu retten. Bedroht von arglistigen Kreaturen und verfolgt vom böswilligen Wandelstein, begibt sich Faer auf eine gefahrvolle Reise zwischen den Welten und versucht doch irgendwie, alle beide zu retten.

Das neue Schauspiel „Faer und der letzte Honkel“ des Theatervereins Moischt inszeniert den allgegenwärtigen Kampf zwischen Gut und Böse, Licht und Schatten. Wie selbstverständlich stellt die Geschichte eine erschreckend realistische Menschenwelt der märchenhaften Parallelwelt voller mystischer Wesen, Elfen, Trolle, Superhelden, sprechender Steine und Kröten einander gegenüber. Einige wichtige Fragen bleiben: Was hat die Pharmabranche mit all dem zu tun und was ist eigentlich ein Honkel? Doch das wird noch nicht verraten.

Die Märchengruppe des Vereins spielt in diesem Jahr das neue Werk aus der Feder von Leiterin Andrea Aldag. Wem die Phantasiewelt und der Name der Heldin bekannt vorkommt, der irrt sich nicht.

Es ist die Fortsetzung der Geschichte des Mädchens Faer, das aus Nimmerda zurückkehrt und sich erneut auf eine abenteuerliche Reise nach Feuerland begibt.

Wer den ersten Teil verpasst hat, muss jedoch nicht auf den zweiten Part verzichten, auch dieser ist ein eigenständiges Märchen.

„Es ist eine wunderschöne Botschaft, wie wichtig Gefühle wie die Liebe sind und welche Folgen deren Verlust darstellen könnte“, erklärt die Autorin ihr Werk.

Seit vielen Wochen probt ihre 60-köpfige, bunt gemischte Schauspieltruppe im Alter zwischen 3 und 78 Jahren  das neue Stück. „Sie sind hoch engagiert und werden immer professioneller – so eine Truppe wächst einfach zusammen“, lobt Aldag. Zum ersten Mal mit von der Partie ist eine Gruppe Flüchtlingskinder, die als Schauspieler und Tänzer mit auf der Bühne stehen werden.

Jedes Jahr bringt der Theaterverein in Zusammenarbeit mit dem Tanz- und Theaterstudio Fiasko ein neues Schauspiel auf die Bühne. Dieses Mal in Kooperation mit der „bsj“ und der Astrid-Lindgren-Schule. Gefördert wird das Projekt vom Beirat Jugendhilfe – Schule der Stadt Marburg. Regie führen Andrea Aldag und Sabine Kröning.

  • Bereits am Donnerstag und am Freitag tritt die Gruppe vor verschiedenen Schulklassen auf. Am Samstag, 19. März, wird das Stück ab 15 Uhr und 18 Uhr in der Mehrzweckhalle Moischt aufgeführt.
  • Karten sind an der Abendkasse sowie im Vorverkauf erhältlich im Studio Fiasko und im Kindergarten Moischt, bei Schreibwaren Köhler in Marburg oder beim Wohngut in Hachborn.
  • Kartenreservierungen per E-Mail an moischter.maerchen@web.de oder unter Telefon 0 64 24 / 7 02 85.

von Ina Tannert

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