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MZV schielt auf Altkleidergeschäft

Müllabfuhr MZV schielt auf Altkleidergeschäft

Glänzende Jahresbilanzen und neue Perspektiven präsentierte der MüllabfuhrzweckverbandBiedenkopf bei seinerVerbandsversammlung.

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Freuen sich über gute Jahresabschlüsse des MZV Biedenkopf: Bürgermeister und stellvertretender Verbandsvorsitzender Kai-Uwe Spanka (von links), , Werner Waßmuth, Vorsitzender der Verbandsversammlung, Geschäftsführerin Ninette Engel-Rezzonico, ihre Stellvertreterin Anja Reichel und der neue Verantwortliche für die Öffentlichkeitsarbeit, Dominic Dehmel.Foto: Marcus Hergenhan

Wetter. Der Müllabfuhrzweckverband Biedenkopf, kurz MZV, ist für13 Kommunen im Kreiszuständig. Restmüll, Bio-, und Papierabfälle, die Annahme von Schutt- und Grünabfällen in geringen Mengen und die Abholung von Sperrmüll zu geregelten Zeiten, all das gehört zum Einsatzprofil des Dienstleisters.

In der Verbandsversammlung wurden nun die Zahlen für die Jahre 2010/11 sowie erste Einschätzungen für die Jahre 2012/13 besprochen, wobei 2013 durch die Senkung der Gebühren mit einem Rückgang der Überträge zu rechnen ist.

„Wir können, denke ich, insgesamt sehr zufrieden damit sein, in den Jahren 2010 und 2011 rund 600000 beziehungsweise 700000 Euro an Überschüssen erwirtschaftet zu haben,“ erklärte Bürgermeister Kai-Uwe Spanka, der derzeit den Verbandsvorsitz für Peter Pfingst übernimmt. „Für das Jahr 2013 rechnen wir aufgrund der geplant rückläufigen Gebühren mit immer noch etwa 200000 Euro, womit bewiesen wäre, dass der Verband anständig wirtschaftet.“

Unter diesen günstigen Bedingungen fiel es dem Verband folglich auch nicht schwer, zwei durch Familienzuwachs frei gewordene Stellen übergangsweise zu vergeben und mit Dominic Dehmel auch eine neue Halbtagsstelle im Bereich Öffentlichkeitsarbeit neu zu besetzen. „Wir freuen uns darüber, dadurch nun endlich auch jemanden zu haben, der unsere Homepage auf einem aktuellen Stand hält, zumal wir möglicherweise demnächst einigen Änderungen entgegensehen, die der Bevölkerung vermittelt werden müssen“, so Spanka.

Dabei geht es dem Verbandsvorstand um ein schwieriges Thema, denn derzeit bestehen für den Verband neben den Gebühren lediglich Einnahmemöglichkeiten im Bereich der Papierverwertung- und die seien unberechenbar. „Während der Finanzkrise ist der Papierpreis von 110 auf 10 Euro pro Tonne abgesackt“, berichtete Geschäftsführerin Ninette Engel-Rezzonico. Diese Ungewissheit ist einer der Gründe, warum der MZV daran interessiert wäre, auch im Bereich Textilentsorgung aktiv werden zu können, denn diese Sparte ist zum einen sehr profitabel und zum anderen stehen vermeintlich karitative Sammeltonnen immer häufiger im Verdacht, gespendetes Material direkt als Rohstoff zu verwerten.

„Generell würden wir gerne auch neben den Textilien noch Metalle und Kunststoffe übernehmen, dazu wäre allerdings natürlich die Einrichtung eines entsprechenden Wertstoffhofes hier vor Ort notwendig“, ergänzte Engel-Rezzonico. All das ist derzeit allerdings noch Zukunftsmusik, grundsätzlich sind sich Spanka und seine Kolleginnen und Kollegen aber einig darüber, dass: „wir langfristig dahin kommen, als Verband seriöse Lösungen ,aus einem Guss‘, für möglichst viele Abfallformen anbieten zu können.“

von Marcus Hergenhan

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