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MBL will Parkfläche für Elektrofahrzeuge

Parkflächen für Elektroautos MBL will Parkfläche für Elektrofahrzeuge

Die Marburger Bürgerliste will in der Innenstadt kostenlose Parkplätze für Elektrofahrzeuge errichten und damit den nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität der Bundesregierung unterstützen.

Marburg. Längerfristig sollen sie mit Ladestationen ausgerüstet werden, um ein Aufladen mit Strom aus erneuerbaren Energien zu ermöglichen.

Wegen der noch sehr hohen Anschaffungskosten von Elektrofahrzeugen müssten Anreize geschaffen werden, die Einführung der Elektromobilität zu beschleunigen, so die Begründung der MBL.

Henning Köster, Fraktionsvorsitzender Marburger Linke, steht dem Antrag skeptisch gegenüber: „Ich bin von Elektrofahrzeugen noch nicht überzeugt, das Geld sollte lieber in den ÖPNV fließen“, sagte er in der Sitzung des Umweltausschusses. Zudem gebe es in Marburg massig Parkplätze, auch wenn man manchmal ein paar Schritte laufen müsste.

Thorsten Büchner (SPD) verwies auf Gefahren, die von Elektroautos ausgingen. Da sie geräuscharm seien, würden sie von Blinden und Sehbehinderten nicht wahrgenommen.

Dr. Ralf Musket von der SPD schlug vor, aus dem Antrag einen Prüfantrag zu machen. Dieser wurde mit Ablehnung der Marburger Linke mehrheitlich beschlossen.

Bei Enthaltung von CDU und MBL beschlossen die Ausschuss-Mitglieder bei Bundes- und Landesregierung den Ausstieg aus der Atomenergie zu fordern.

Die Reaktorkatastrophe in Fukushima habe gezeigt, dass Atomenergie nicht beherrschbar sei.

Eine Technologie, deren so genanntes Restrisiko eine Gefahr für Millionen Menschen darstelle, müsse gestoppt werden, erklärte Uwe Volz von den Grünen, die den Antrag gemeinsam mit SPD und Marburger Linke einbrachten.

„Wir sollten die Forderung vieler Marburger Bürger, die jeden Montag für den Atomausstieg demonstrieren als Auftrag nehmen und ein klares Schreiben an die Regierung aufsetzen“, sagte Uwe Volz von den Grünen. Der MBL-Frakionsvorsitzende Dr. Hermann Uchtmann sah den Antrag als erledigt an: „Biblis A und Biblis B werden abgeschaltet“, so seine Erklärung.

Es gehe darum die Atomreaktoren auf Dauer still zu legen, argumentierten Vertreter von SPD und Grünen.

von Heike Horst

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