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Luftmessstation zieht im Februar um

Neuer Standort Luftmessstation zieht im Februar um

Vor dem Allianzhaus in der Universitätsstraße steht eine Luftmessstation. Die muss im Zuge der Umbauarbeiten an dem Gebäude umziehen. Ein neuer Standort wurde bereits gefunden.

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Noch steht die Luftmessstation in der Universitätsstraße vor dem Allianzhaus. Sie soll im Februar umziehen.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Die Luftmessstation in der Universitätsstraße soll neben das Savigny-Haus umziehen. Das teilte Bürgermeister Dr. Franz Kahle mit. Er beantwortete damit eine kleine Anfrage von Dr. Elke Therre-Staal von den Grünen.

Seit Jahren misst die Station vor dem Allianzhaus die Belastungen der Luft, unter anderem durch Feinstaub und Stickstoffmonoxid. Wegen der geplanten Bauarbeiten an dem Allianzhaus musste jedoch ein neuer Standort gefunden werden. Den habe der Betreiber der Luftmessstation - dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) - auf dem Gelände der Universität neben dem Gebäude der Rechtswissenschaftler gefunden. In Abstimmung mit der Uni werde der neue Standort an der Ecke des Savigny-Hauses auf dem Universitätsparkplatz derzeit geplant. „Die Verlegung ist für den Februar vorgesehen“, kündigte Dr. Angelika Broll vom HLNUG auf Anfrage der OP an. Der genaue Termin hänge von anstehenden Arbeiten, etwa der Stromversorgung, ab - ebenso von der Witterung.

Passivsammler am jetzigen Standort

Laut Broll bleibt am jetzigen Standort der Messstation ein Passivsammler zurück, der die Stickstoffdioxid-Konzentration in der Luft misst. So sollen der alte und der neue Standort miteinander verglichen werden können. „Dieser Sammler könnte etwa in drei Metern Höhe an einem Beleuchtungsmast angebracht werden“, erklärte Broll.

Die Station muss also nur einige Meter umziehen - allerdings nur vorübergehend. Denn auch das Savigny-Haus soll in den nächsten Jahren saniert werden. Laut Kahle prüfen Stadt und HLNUG daher bereits weitere potenzielle Standorte in der Universitätsstraße für einen neuen, endgültigen Standort der Messstation. Dafür sollen zunächst für mindestens ein Jahr Stickstoffdioxid-Messungen an verschiedenen Punkten der Straße gemacht werden. Die Planungen hierfür stehen laut Broll noch ganz am Anfang.

Die Station in der Universitätsstraße ist eine sogenannte „verkehrsbezogene Messstelle“. Diese stehen laut HLNUG an Straßenschluchten mit hohem Verkehrsaufkommen. Broll erklärte, dass solche Messstellen am Punkt der höchsten Belastung in der Stadt stehen müssen. In der Schlucht können die Schadstoffe sich nur eingeschränkt verteilen, wodurch es zu hohen Konzentrationen von Feinstaub oder anderen Schadstoffen in der Luft kommt.

Der gemessene Feinstaub-Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter darf gemäß Bundes-Immissionsschutz-Ver­ordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmenge nur an maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Laut Broll wurde dieser Grenzwert in Marburg 2016 nur an zwei Tagen überschritten. „Da pro Jahr 35 Überschreitungen zugelassen sind, gilt der Grenzwert als eingehalten.“

von Patricia Grähling

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