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Lücke im Radwegenetz geschlossen

Verkehr Lücke im Radwegenetz geschlossen

Fast fünf Monate ist am neuen Radweg an der Adolf-Reichwein-Schule gebaut worden. Radfahrer sollen dort in Zukunft sicherer fahren können.

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Die Verantwortlichen für den Bau des neuen Radwegs an der Adolf-Reichwein-Schule freuen sich, dass eine weitere Lücke im Radwegenetz geschlossen worden ist.Foto: Matthias Weber

Marburg. Am Dienstag gaben Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) und Willi Kunze, Bevollmächtigter von Hessen Mobil, den neuen 200 Meter langen Rad- und Gehweg hinter der Adolf-Reichwein-Schule frei. Die Universitätsstadt Marburg versucht damit eine Lücke im Radwegenetz zu schließen. Schließlich war in den vergangenen Wochen aufgrund des schlechten Abschneidens der Marburger Radfahrerbedingungen beim Test des ADFC und der Fahrrad-Demonstration in der Marburger Innenstadt und auf der Stadtautobahn erheblich Kritik aufgekommen.

„Natürlich ist ein Teil der Kritik berechtigt. Wir müssen aber immer schauen, was möglich ist. Man kann auch mit relativ kleinen Maßnahmen relativ viel bewegen. Wir haben auch noch größere Projekte geplant, wie zum Beispiel eine Brücke am Wehrdaer Weg hinüber zum Sportgelände. Wenn konstruktive Kritik geäußert wird, gehe ich offen damit um, auch wenn manchmal über das Ziel hinaus geschossen wird“, sagte Kahle.

Mit diesem „kleinen, aber feinen Radweg“ wolle man einen Schritt hin zur Besserung der Bedingungen für die Marburger Radfahrer und Fußgänger machen. Die ersten Gespräche für dieses Unternehmen reichen fünf bis sechs Jahre zurück. Das Bauvorhaben war mit einigen Schwierigkeiten behaftet, da direkt in der Nähe des neuen Radweges die Bahnstrecke entlang führt. Daher war es auch notwendig, Vorschriften der Deutschen Bahn zu akzeptieren. Deswegen befindet sich jetzt auf der Seite hin zu den Bahngleisen ein 2,5 Meter hoher Zaun. Auf der Seite hin zur Schule ist auch ein Zaun in Höhe von 2 Metern errichtet worden.

„Bis zur Heinrich-Heine-Straße kann man nun Fahrrad fahren jenseits der viel befahrenen Weintrautstraße. Besonders für Kinder, die zum Beispiel ins Aquamar fahren möchten, ist das eine gute Sache“, sagte Kahle. Ohne die Bereitschaft der Adolf-Reichwein-Schule wäre das Projekt aber nicht möglich gewesen. Die Schule verzichtete auf zehn Parkplätze und Grünflächen, damit der Weg gebaut werden konnte. Die Gesamtkosten betrugen knapp 200000 Euro, von denen das Land Hessen 96000 Euro übernahm. „Mittlerweile schätze ich das Netz für Fahrradfahrer hier in Marburg. Es hat wenige Lücken. Die Stadt Marburg stellt wirklich für ihre Radfahrer ein super Angebot bereit“, sagte Kunze.

von Matthias Weber

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