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Lokschuppen-Konzept überzeugt SPD

Ausschreibung Lokschuppen-Konzept überzeugt SPD

Der politische Weg für den Lokschuppen-Kauf in Marburg durch die Bietergemeinschaft Firma Schneider / Christmann + Pfeifer ist frei. Die SPD-Fraktion wird im Parlament für das überarbeitete Nutzungskonzept stimmen.

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„Ja“ zum Verkauf des Lokschuppens an die Bietergemeinschaft Firma Schneider / Christmann + Pfeifer: Nach der CDU ist auch die SPD vom Nutzungskonzept der Investoren überzeugt. Vom „Christus Treff“ ist kaum noch eine Rede. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Zustimmung ohne Gegenstimme: Das Lokschuppen-Konzept der Investoren ist nach Ansicht der SPD-Stadtverordneten „überzeugend“, wie Fraktionschef Matthias Simon auf OP-Anfrage sagt. Denkmalschutz und Nutzungskonzept seien aufeinander abgestimmt, die Wirtschaftlichkeit und Finanzierung „offenkundig gesichert“. Für die SPD stehe die „deutliche Änderung“ des Nutzungskonzeptes - das neben einer Veranstaltungshalle, Gründerzentrum und Gastronomie auch einen Hotelbau vorsieht - im Vordergrund (OP berichtete).

Da sich die Bausubstanz und damit der Zustand des Lokschuppens quasi täglich verschlechtere, „ist möglichst bald die Entscheidung zu treffen“. Ein Anhalten oder eine Verschiebung des Verfahrens, wie neben Linken und Grünen vor allem Ortenberggemeinde und aktuelle Waggonhallenareal-Nutzer fordern, halte die Fraktion „für eine Entscheidung gegen die Aufwertung des gesamten Geländes und faktisch gegen die Sanierung des Lokschuppens, weil uns die Zeit davonläuft“, sagt Simon. Die SPD sei überzeugt, dass mit der Sanierung das auch städtebaulich wichtige Gelände „insgesamt eine deutliche Aufwertung erfährt“. Er gehe - mit Verweis auf Gespräche der Firmen Schneider und C+P mit den Nachbarn - davon aus, dass „die Kooperation und das Miteinander von bisherigen und neuen Nutzern zum Vorteil für alle sein werden“. Das Waggonhallenareal beherberge eine Vielzahl von unterschiedlichen Nutzern und werde in Zukunft „durch die neuen Akteure ergänzt eine weitere Belebung erfahren“ - etwa durch das auf den Grundmauern des Werkstattgebäude geplanten Hotels.

Die CDU erneuert ihre Pro-Bietergemeinschafts-Haltung, die Empfehlung des Auswahlgremiums sei zugunsten eines Konzeptes ausgefallen, dass „allen nachträglich formulierten Ansprüchen und Anforderungen an die Investoren gerecht wird“. Um dem Lokschuppen eine „reelle Chance zu geben“, hätten die Investoren ursprüngliche Intentionen „hinten angestellt“, das sei „kaum hoch genug anzurechnen“, sagt Roger Pfalz, designierter CDU-Fraktionschef. Der Kauf-Rückzug des CT sei indes ein Beweis für „dessen ernsthaftem Interesse zum Wohle des Lokschuppens die Diskussion auf ein sachliches Niveau zurückzuführen“. SPD-Simon sieht das ähnlich, der CT werde mit seinen Vorhaben „nur noch als Mieter“ präsent sein.

Unabhängig vom Votum des dritten ZIMT-Partners, den BfM, die sich auch nach dem CT-Kauf-Rückzug skeptisch zum Bietergemeinschafts-Konzept äußerten, steht nun eine Mehrheit von mindestens 34 der 59 Stadtverordneten hinter Schneider und C+P.

von Björn Wisker

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