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Lokführer streiken am Freitag von 8.30 Uhr an

Warnstreiks Lokführer streiken am Freitag von 8.30 Uhr an

Die Bahnverkehr wird erneut lahmgelegt: Die Lokführer werden nach dem Streik am Dienstag auch am Freitag wieder ihre Arbeit niederlegen. Geplant sind Streiks von 08.30 bis 11.30 Uhr, kündigte die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) am Donnerstag an. Auch der Raum Hannover sowie Bremen und Osnabrück seien von den Streiks betroffen.

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Die Lokführer werden nach dem Streik am Dienstag auch am Freitag wieder ihre Arbeit niederlegen. Geplant sind Streiks von 08.30 bis 11.30 Uhr.

Quelle: Archivbild

Bereits zum zweiten Mal in dieser Woche müssen sich Bahnfahrer an diesem Freitag auf Zugausfälle und Verspätungen einrichten. Die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) hat ihre Mitglieder für den Vormittag erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Die Züge sollen in der Zeit zwischen 08.30 bis 11.30 Uhr stillstehen - eine Stunde länger als bei der ersten Warnstreikwelle am Dienstag.

Bestreikt werden die Deutsche Bahn (DB) und ihre sechs großen Konkurrenten im Schienenpersonennahverkehr. Damit zeige man den Unternehmen die „gelbe Karte für ihr perfides Spiel auf Zeit“, erklärte die GDL. Nach HAZ-Informationen seien auch im Raum Hannover sowie in Bremen und Osnabrück Streiks geplant. Bei der Uelzener Bahngesellschaft Metronom soll es ebenfalls Arbeitsniederlegungen geben.

Der Umfang der Arbeitsniederlegungen werde in etwa dem vom Dienstag entsprechen, kündigte ein Sprecher an. Regionale Schwerpunkte sind dieses Mal das Rhein-Main-Gebiet , Stuttgart und Hamburg . Ausgenommen bleibt die Berliner S-Bahn, die aus technischen Gründen ohnehin nur eingeschränkt fährt. Man wolle verantwortungsvoll mit der Streikmacht umgehen, erklärte die GDL.

Die Deutsche Bahn kritisierte den erneuten Warnstreik-Aufruf scharf. Die angekündigten weiteren Arbeitsniederlegungen seien „so überflüssig wie ein Kropf“, sagte eine Bahnsprecherin. Statt unverzüglich weiterzuverhandeln, treibe die GDL „ihr Spiel zu Lasten der Kunden unbeirrt weiter“. Der Gewerkschaft scheine reine Machtdemonstration wichtiger zu sein als ernsthafte Lösungen für alle Lokführer. Ein zuverlässiger Verhandlungspartner verhalte sich anders.

„DB und G6 müssen jetzt deutlich nachbessern, um weitere Arbeitskämpfe abzuwenden“, erklärte GDL-Chef Claus Weselsky in einer Mitteilung. Der erneute Warnstreik sei die gelbe Karte für die Unternehmen und „ihr perfides Spiel auf Zeit“. Die Gewerkschaft will einheitliche Tarifbedingungen für die rund 26.000 Lokführer bei nahezu allen Bahnunternehmen in Deutschland durchsetzen. Parallel läuft eine Urabstimmung über unbefristete Streiks, die am 7. März ausgezählt werden soll.

Die Lokführer hatten bereits am Dienstagmorgen in ganz Deutschland den Schienenverkehr für zwei Stunden massiv behindert. Die Gewerkschaft hatte bei einem Zugausfall von 80 Prozent von einem „vollen Erfolg“ gesprochen und mit heftigeren Aktionen gedroht.

In der Urabstimmung lässt die GDL alle aktiven Mitglieder über weiterreichende Streiks abstimmen. Sie gilt als angenommen, wenn mehr als 75 Prozent der Teilnehmer zustimmen. Die Stimmzettel sollen am 7. März, dem Rosenmontag, ausgezählt werden.

Die GDL will einheitliche Tarifstandards für rund 26.000 Lokführer in der gesamten Bahnbranche durchsetzen. Ein Kernpunkt sind einheitliche Einkommen auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn (DB) auch bei privaten Konkurrenten, die teilweise derzeit noch bis zu 30 Prozent darunterliegen. Ihnen hält die GDL vor, Verhandlungen über einen Flächentarifvertrag komplett zu verweigern.

dis/ dpa

Dieser Artikel wurde erneut aktualisiert.

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