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Lohn für schulbuchmäßiges Löschen

Preis für Freiwillige Feuerwehr Marburg Lohn für schulbuchmäßiges Löschen

Das Congress Centrum Ulm wurde am Freitagabend zum Nabel der nationalen und internationalen Feuerwehrwelt: Bei einer feierlichen Preisverleihung wurden die Gewinner des Conrad-Dietrich-Magirus-Preises bekannt gegeben.

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Die Abgesandten der Freiwilligen Feuerwehr Marburg freuten sich über Platz eins in der Sparte Brandbekämpfung.

Quelle: Magirus GmbH

Marburg. Große Ehre für die Freiwillige Feuerwehr Marburg: Hinter der Jugendfeuerwehr aus Deisel in Nordhessen, die für eine Aktion in den sozialen Netzwerken ausgezeichnet wurde, kamen die Marburger auf Platz zwei bei der Verleihung des „Conrad-Dietrich-Magirus“-Preises.

Die jungen Feuerwehrleute aus Deisel hatten eine Gegen-Aktion zu einem umstrittenen Trinkspiel konzipiert und animierten unter anderem unter dem Motto „Laufen statt Saufen“ zu einer Schnelligkeitsübung, die für ein Feuerwehr-Abzeichen zu leisten ist.

Neben den Gesamtsiegern nahmen auch die Sieger in der Kategorie Brandbekämpfung, die Feuerwehr Marburg, ihren Pokal freudestrahlend entgegen. Gewürdigt wurde damit der große Einsatz der Feuerwehrleute beim Brand des Studentenwohnheims „Am Richtsberg 88“.

„Mit geringen Kräften sehr gute Arbeit geleistet“

In den frühen Morgenstunden am 24. Juni wurden die Brandschützer zu dem Brand in einem zwölfstöckigen Hochhaus gerufen. Aufgrund der ungewöhnlich starken Rauchentwicklung konnten sich viele der 220 Bewohner nicht mehr in Sicherheit bringen. Bei der Befreiung der Menschen sowie der Lokalisierung des Brandherdes zählte daher jede Sekunde.
Die Fachjury lobte das schulbuchmäßige Vorgehen der Feuerwehr, die mit anfangs geringen Kräften die komplizierte Lage schnell in Griff bekommen hatte. „Hier wurde unter schwierigen Bedingungen mit geringen Kräften sehr gute Arbeit geleistet“, urteilte die Jury.

Bei dem Brand des Gebäudes am Richtsberg waren 120 Marburger Feuerwehrleute sowie 120 Rettungskräfte des DRK, der Johanniter und der Malteser und 20 Einsatzkräfte der Polizei vor Ort gewesen.

New Yorker Feuerwehrmann als Überraschungsgast

Neben den deutschen Ehrungen wurde auch das internationale Feuerwehrteam des Jahres 2014 gekürt: Die Feuerwehr Rio de Janeiro (Brasilien) konnte sich gegen starke Konkurrenz aus aller Welt behaupten. Auf Platz zwei folgte die Feuerwehr Absam (Österreich), der dritte Platz ging an die Feuerwehr Lampedusa (Italien).

Die Gewinnerteams wurden im Rahmen der Galaveranstaltung vor rund 600 geladenen Gästen geehrt. Neben Antonio Benedetti, Geschäftsführer der Magirus GmbH, befanden sich unter den Festgästen auch der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner, Tore Eriksson (Präsident des Weltfeuerwehrverbandes CTIF), und als Überraschungsgast Captain Tony Tricarico aus New York.

Er war als Feuerwehrmann am 11. September 2001 im Einsatz und sprach in seiner Festrede über das selbstlose und unersetzliche Engagement von Feuerwehrleuten in aller Welt. „Dieser Award steht für das, wofür wir Feuerwehrleute tagtäglich leben: Wir wollen Menschen helfen und Menschen retten. Und wenn beim nächsten Mal die Straße gesperrt ist und nur einige Menschen mehr daran denken, dass wir gerade unser Bestes geben anstatt sich über die Sperrung zu ärgern, dann ist schon viel gewonnen.“

Zahlreiche Bewerbungen aus dem sozialen Bereich

Die eingereichten Einsätze aus Deutschland und aller Welt zeigten, mit welcher Bandbreite an Aufgaben und welchen Gefahren Feuerwehren konfrontiert werden. Naturkatastrophen wie verheerende Waldbrände und ein Taifun waren ebenso unter den Bewerbungen wie die Bekämpfung spektakulärer Großbrände und anspruchsvolle Rettungsaktionen – alle unter dem Druck, zu wissen, dass jede Handlung über Leben und Tod entscheiden kann.

Hinzu kamen in diesem Jahr für den deutschen Preis auch noch zahlreiche Bewerbungen der Feuerwehren aus dem sozialen Bereich. Um den deutschen Award hatten sich in diesem Jahr Feuerwehrteams aus zahlreichen Städten und Gemeinden beworben. Eine Fachjury wählte unter allen Bewerbungen die besten aus und schickte diese in ein öffentliches Online-Voting.

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