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Lohn für Kampf ums Arbeitsgericht

Auszeichnung für Anwaltsverein Lohn für Kampf ums Arbeitsgericht

Hohe Ehre für den Marburger Anwaltsverein: Der Deutsche Anwaltsverein, die Berufsvertretung aller Rechtsanwälte in Deutschland, zeichnet seine Marburger Ortsgruppe mit dem Rembert-Brieske-Preis aus.

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Im Herbst 2010 fand ein „Trauerzug“ ums Marburger Arbeitsgericht durch die Innenstadt statt.Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Der Rembert-Brieske-Preis ist benannt nach dem ehemaligen, im Jahr 2010 verstorbenen, Vizepräsidenten des DAV und Bremer Anwalt Rembert Brieske. Wie der Deutsche Anwaltsverein der Vorsitzenden des Marburger Anwaltsvereins, Gisela Falk, schriftlich mitteilte, wird mit dem Preis das Engagement des Marburger Anwaltsvereins gegen die Schließung des Marburger Arbeitsgerichts und dessen Verlegung nach Gießen geehrt. Der Deutsche Anwaltsverein nimmt damit das Thema von Gerichtsschließungen und -zusammenlegungen auf, das auch in anderen Kreisen eine wichtige Rolle spielt. Der Marburger Anwaltsverein habe - wenn auch erfolglos - das neue strukturelle Problem der hessischen Arbeitsgerichtsbarkeit - schlechte Erreichbarkeit der Gerichte für die Parteien bei höheren Kosten für den Staat - ins öffentliche Interesse gerückt, heißt es in der Begründung für den Preis.

Der Deutsche Anwaltsverein lobt besonders die ins Leben gerufene Internetplattform (www.gerichtesterben.de), aber auch kreative Aktionen wie die symbolische Beerdigung des Marburger Arbeitsgerichts im Rahmen eines Trauerzugs.

Der Marburger Anwaltsverein hatte im Jahr 2011 gemeinsam mit einem breiten Marburger Bündnis versucht, die Landesregierung von der Unsinnigkeit der Arbeitsgerichtsschließung zu überzeugen. Seit Januar ist das Arbeitsgericht Gießen für die Fälle aus dem Landkreis zuständig.

Die Preisverleihung findet Donnerstag ab 18 Uhr im Fürstensaal des Landgrafenschlosses statt.

von Till Conrad

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