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Löschwasser kommt aus dem Silbersee

Katastrophenschutzübung Löschwasser kommt aus dem Silbersee

Die Katastrophenschützer gaben alles: Bei einer Übung im Steinbruch und an den Windrädern bei Breidenbach probten am Samstag 300 Helfer von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW, Polizei und Forstbehörden den Ernstfall.

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Katastrophenschutzübung mit Waldbrand: Die Feuerwehren hatten ihren Großeinsatz am Fuße der Windräder.Foto: Sascha Valentin

Quelle: Sascha Valentin

Oberdieten. Im Mittelpunkt des Szenarios stand ein ausgedehnter Waldbrand zwischen Oberdieten und Kleingladenbach. Dabei hatte der Vormittag vergleichsweise harmlos begonnen: Die ersten Einsatzkräfte wurden zur Bergung einer verunglückten Holz-Rückemaschine alarmiert, bei der der Fahrer eingeklemmt worden sei.

Als sie am Unglücksort eintrafen, offenbarten die Übungsleiter ihnen das wahre Ausmaß des Einsatzes: Bei dem Unfall hatte der Wald Feuer gefangen und stand großflächig in Flammen. Durch Funkenflug waren auch weiter entfernte Bereiche in Brand geraten.

Daher mussten neben den Breidenbacher Brandschützern weitere Rettungskräfte in Form der Katastrophenschutz-Löschzüge aus Angelburg, Biedenkopf, Dautphetal und Bad Endbach alarmiert werden. Selbst die Kameraden aus Marburg rückten mit Spezialfahrzeugen an.

Unterstützung bei der Brandbekämpfung erhielten die Wehren zudem aus der Luft: Ein Hubschrauber der hessischen Polizei war aus Egelsbach beordert worden, um mit einem 1500 Liter fassenden Außenlastbehälter Löschwasser über den Brandherden abzuwerfen. Das Wasser entnahm er dabei aus dem nahe gelegenen Silbersee. Und als sei das alles noch nicht genug, waren durch das Feuer auch noch einige Wanderer in Gefahr geraten.

Mehrere hatten sich Verletzungen zugezogen, zwei waren sogar über eine Klippe den Steinbruch hinuntergestürzt und mussten von einem Höhenrettungs-Team geborgen werden. „So etwas habe ich in meinen 70 Jahren hier in Oberdieten noch nicht gesehen“, stellte ein älterer Mann fest, der das Szenario beim Spazierengehen mit seinem Hund gespannt verfolgte.

Tatsächlich habe es noch keinen echten Einsatz dieses Umfanges gegeben, bestätigte Stephan Schienbein, Sprecher der Feuerwehren im Landkreis. Von den Dimensionen her sei die Übung mit den Unwettereinsätzen von 2007 vergleichbar. Auch damals mussten Helfer aus den verschiedenen Einrichtungen über einen längeren Zeitraum Hand in Hand arbeiten, so Schienbein.

von Sascha Valentin

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