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Literatur als Fenster zu anderen Welten

Studium generale Literatur als Fenster zu anderen Welten

Das "Studium generale" beschäftigt sich an der Marburger Universität in diesem Sommersemester ab dem kommenden Mittwoch mit dem Thema "Weltliteraturen".

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Die Amerikanistin Professorin Carmen Birkle und der Iranist Professor Christoph Werner organisieren das „Studium generale“ im Sommersemester. Foto: Manfred Hitzeroth

Marburg. Ein aufgeschlagenes Buch und eine Weltkugel zieren den Hintergrund des Plakates, das auf die Vortragsreihe hinweist. Der Begriff „Weltliteraturen“, das Motto für das „Studium generale“ im kommenden Semester, lässt sich nach Ansicht der Amerikanistik-Professorin Carmen Birkle verschieden interpretieren. Es gebe die Debatte, ob damit die Vielfalt der Literaturen auf der Welt oder die durch Johann Wolfgang von Goethe geprägte Bezeichnung der Meisterwerke der Weltliteratur gemeint sei, erläutert die Mitorganisatorin der öffentlichen Vorlesungsreihe der Uni. Zudem gebe es noch eine dritte Möglichkeit: Die Literatur könne für die Leser als ein Fenster zu anderen Welten dienen.

Alle drei Interpretationsmöglichkeiten sollen in den Themen der einzelnen Vorträge in unterschiedlicher Form wieder auftauchen. Aber vor allem soll das „Studium generale“ in diesem Sommersemester Lust aufs Lesen machen, findet der Iranistik-Professor Christoph Werner, der zweite Organisator der Vortragsreihe. Er persönlich hat sich vorgenommen, wieder mehr Werke des russischen Dramatikers Anton Tschechow zu lesen, der auch im Mittelpunkt des Abschlussvortrags am 9. Juli steht. Und Carmen Birkle will den Roman „Bodega Dreams“ des aus Lateinamerika stammenden US-Autoren Ernesto Quinonez lesen, in dem dieser den weltweit bekannten Roman „Der große Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald auf seine Art weiterentwickelt hat - ein Thema des zweiten Vortrags am 23. April.

Das „Studium generale“ soll nach dem Willen der Organisatoren den Zuhörern neue Einblicke und ungewöhnliche Zugänge zur Werken und Themen der Weltliteratur von Shakespeare bis zu Haruki Murakami bieten.

Birkle und Werner sind Professoren des Uni-Fachbereichs „Fremdsprachliche Philologien“ und wollen dessen Fächervielfalt in der Vortragsreihe zum Vorschein kommen lassen. Die Referenten vertreten unter anderem die Romanistik, die Anglistik, Amerikanistik und Keltoloogie, aber auch die beiden nicht mehr an der Uni Marburg angesiedelten Fächer Japanologie und Slawistik.

Das Studium generale findet immer mittwochs ab 20.15 Uhr im Audimax im Uni-Hörsaalgebäude, Biegenstraße 14, statt. Die Termine:

16. April: Ulrich Winter (Marburg): Erich Auerbachs Reise um die Literatur in 80 Welten

23. April: Nicole Waller (Potsdam): Weltliteratur und Kolonialismus in „The Great Gatsby“ und „Bodega Dreams‘“.

30. April: Sabine Föllinger (Marburg): Die Orestie des Aischylos.

7. Mai: Christoph Bode (München): Die Diktatur des Glücklichseins in Aldous Huxleys „Brave New World“.

14. Mai: Jens-Uwe Hartmann (München): Auf der Suche nach der buddhistischen Literatur Indiens.

21. Mai: Birgit Hoffmann (Bamberg): Gurganis Epos über die Liebe von Vis und Ramin.

28. Mai: Lisette Gebhardt (Frankfurt): Weltuntergang als Thema der Weltliteratur - Japanische Texte von Komatsu Sakyo bis Murakami Haruki.

4. Juni: Christoph Strosetzki (Münster): Don Quijote - ein Werk der Weltliteratur?

11. Juni: Sonja Fielitz (Marburg): Happy Birthday, William Shakespeare: Vom Sohn eines Handschuhmachers zur weltweiten Kulturikone in 450 Jahren. 18. Juni: Carmen Birkle (Marburg): Frauen auf den Spuren amerikanischer Weltliteratur.

25. Juni: Otmar Ette (Potsdam): Die Literaturen der Welt aus transarealer Perspektive.

2. Juli: Erich Poppe (Marburg): Keltische Hintergründe der mittelalterlichen Artus-Literatur.

9. Juli: Reinhard Ibler (Gießen): Zu Anton Tschechow und seiner letzten Erzählung „Die Braut“.

von Manfred Hitzeroth

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