Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Lisbeth, Max und Moritz begrüßen Lahn

Ruderverein Lisbeth, Max und Moritz begrüßen Lahn

Bei trübem aber trockenem Wetter leitete der Ruderverein Marburg die neue Rudersaison ein. Bei Anrudern und Bootsparade waren die beiden neuen Vereinsschätze mit dabei.

Voriger Artikel
„Das macht mich unglaublich wütend“
Nächster Artikel
Verspottung und Verrat gibt es auch heute noch

Zum ersten Mal testete die Rudermannschaft das neue Vereinsboot „Lisbeth“.

Quelle: Ina Tannert

Gisselberg. Ab sofort ist auf der Lahn wieder mehr Verkehr unterwegs. Zahlreiche Paddler begrüßten das neue Ruderjahr. Seit mehr als 100 Jahren ist das offizielle Anrudern feste Tradition unter den Sportlern.

Rund 50 Mitglieder versammelten sich bei kühlen Temperaturen am Steg des Vereinshauses in Gisselberg. Das Highlight des Tages bildeten zwei brandneue Boote, der ganze Stolz des Vereins. Die beiden Neuzugänge konnten mithilfe zahlreicher Spenden, Sponsoren und Fördermittel angeschafft werden und ergänzen die mittlerweile 40 Stück umfassende Flotte des Vereins. „Ein dickes Dankeschön dafür“, lobte Vereinsvorsitzender Daniel Riechmann.

Ohne Taufe wird jedoch nicht gerudert. Mit einer erfrischenden Sektdusche gaben die Taufpaten Simone Lier und Konrad Simon den beiden Neuzugängen ihre offiziellen Namen und wünschten „immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“, der traditionelle Seefahrergruß. Ordentlich benannt konnten „Lisbeth“ und „Max und Moritz“ auch gleich zu Wasser gelassen werden.

Erst wenige Tage zuvor erreichte das neue C-Boot, dessen Name an die Marburger Stadtheilige Elisabeth erinnert, seine neue Heimat.

Kooperationsprojekt mit Emil-von-Behring-Schule

Es ist für vier bis fünf Ruderer geeignet. Boot Nummer zwei wurde während des Kooperationsprojekts mit der Emil-von-Behring-Schule angeschafft, den Namen durften die Schüler aussuchen. Der Zweier aus Italien kann dank wechselbarem Ausleger als Renn-Zweier oder Doppelzweier gefahren werden.

Für die traditionelle Bootsparade legten sich Dutzende Ruderer kräftig in die Riemen und zogen die Lahn hinauf und hinunter. Einer, Doppel oder Vierer bis hin zu den stolzen Drachenbooten für bis zu 20 Paddler samt Trommler und Steuermann, füllten schnell die Lahn. Die Rudersaison dauert bis in den Oktober hinein.

Hartgesottene Wettkampfruderer und einzelne Breitensportler trainieren jedoch auch im Winter auf dem Fluss.

Demnächst startet die Regatta-Saison, auf die sich die Sportler ausgiebig vorbereiten. Der Verein ist regelmäßig bei Regatten in der Region, vor allem rund um Gießen und Kassel sowie bei Landesmeisterschaften mit dabei, teilte der Vereinschef mit.

Mit 300 Mitgliedern erfreut sich der Verband stabiler Mitgliederzahlen und regem Interesse von Sportlern aus der Umgebung. Die Basis bildet der Jugend- und Seniorenwettkampf, der durch den Breitensportbereich ergänzt wird. Mit rund 150 aktiven Ruderern, darunter 50 Wettkämpfern, ist die Flotte gut aufgestellt. „Wir haben starke Teams, die Gruppen funktionieren in sich und haben ein Auge aufeinander“, lobte Riechmann. Stolz ist der Vorstand insbesondere auf eine starke, ausgeglichene Jugendabteilung. „Es könnte mehr sein, aber wir haben keine Nachwuchssorgen“, freut sich der Vereinschef.

Nach den Ostertagen plant der Verein das nächste große Trainingslager am Edersee, zu dem rund 60 Teilnehmer erwartet werden. An Fronleichnam ist eine Wanderfahrt auf der Ruhr geplant.

von Ina Tannert

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr