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Linken-Schelte für geplante Ambulanz

UKGM Linken-Schelte für geplante Ambulanz

Die Landes-, Kreis- und Stadtfraktionen der Linken haben eine „Marburger Erklärung“ verabschiedet. Hauptthemen: Universitätsklinikum und Verkehr.

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Kritisieren Entwicklungen am UKGM: Janine Wissler, hessische Linken-Fraktionschefin, Landtagsabgeordneter Willi van Ooyen und OB-Kandidat Jan Schalauske (links).

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Kritik an der Einrichtung eines medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) auf den Lahnbergen: Die hessische Linke sieht in der geplanten Ambulanz am Universitätsklinikum Gießen-Marburg (UKGM) eine „endgültige Unterwerfung der Gesundheitsversorgung unter die Profitinteressen“, wie es in der Erklärung heißt. „Die Rhön AG will zwanghaft Kohle mit dem Klinikum machen. Wenn das mit dem Krankenhaus schon nicht funktioniert, dann eben mit einem Versorgungszentrum“, sagt Janine Wissler, Fraktionsvorsitzende im Landtag auf OP-Nachfrage.

Die Versorgungs-Angebote in einem ländlicheren Gebiet wie Marburg-Biedenkopf auszubauen sei prinzipiell richtig, aber „nicht um Aktionärsgeld zu erwirtschaften“, ergänzt OB-Kandidat Jan Schalauske. Ohnehin müsse sich ein Klinikum wirtschaftlich nicht rechnen, Gewinne erwirtschaften. Gewährleistet sein müsste die „gute medizinische Behandlung der Menschen, da reicht eine schwarze Null völlig aus“, sagt Wissler.

Sorge um medizinische Versorgung im Umland

Um das zu erreichen, egal ob es sich um ein privatisiertes oder öffentliches Klinikum handele, sei eine „deutlich bessere Personalausstattung“ nötig. Die Arbeitsbelastung der Angestellten sei sowohl in Marburg als auch in Gießen „immens“, sagt Wissler. Einen Rückkauf durch die Kommunen, wie SPD-OB-Kandidat Dr. Thomas Spies kürzlich vorschlug, befürworten die Linken. Jedoch sei es „völlig illusorisch, dass man das schultern könnte“, sagt Willi van Ooyen, Landtagsabgeordneter.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst, ebenso das DRK-Krankenhaus in Biedenkopf müssten „in der Fläche wieder aufgebaut beziehungsweise erhalten werden“, heißt es in der Erklärung.

Neben der UKGM-Kritik fordert die Linke in der Erklärung Änderungen im städtischen Verkehr: Tempo 30 soll im gesamten Stadtgebiet, auf der Stadtautobahn 80 km/h für Autos, 60 km/h für Lkw gelten.

von Björn Wisker

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