Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Linke und Jusos arbeiten zusammen

StuPa Linke und Jusos arbeiten zusammen

Nachdem das Ende der rot-grün-schwarzen Koalition sich in den vergangenen Sitzungen angedeutet hatte, begann am Mittwoch im Studierendenparlament die Neubesetzung von Ämtern.

Voriger Artikel
Feste Zukunftsperspektive fehlt oft
Nächster Artikel
Jugendhelfer bangen um Projekt

Das Studierendenparlament tagte am Mittwoch im Hörsaal H der Philosophischen Fakultät.

Quelle: Markus Hergenhahn

Marburg. Die Koalition von Juso-Hochschulgruppe, den Grünen und dem RCDS besteht faktisch nicht mehr. Nachdem Karla-Katarina Foof (RCDS) und Martin Pellengahr (Grüne) in der vorigen Sitzung bereits als Mitglieder des Präsidiums abgewählt worden waren, verloren sie nun auch ihre Referatsämter, ebenso wie insgesamt zehn Vertreter von RCDS und Grüne an diesem Abend. Sieben neue Referenten wurden gewählt.

Damit ist das Plenum, das sich aus den Referentinnen und Referenten sowie den Vorständen zusammensetzt und das wichtigste Entscheidungsorgan des Asta darstellt, in der alten Koalitionsform nicht mehr existent.

Zumindest fast. Denn wie bereits an anderer Stelle zu lesen war, wurde die Abwahl von Christopher Vosschulte (RCDS) und Jan Sollwedel (Grüne) als Vorstandsmitglieder vom Ältestenrat für ungültig erklärt.

"Gespannt wie Jusos mit Widerspruch umgehen"

Da die Koalition jedoch nicht mehr länger besteht, ist ihr Ausscheiden letztlich nur verschoben. Nächste Woche sollen auch sie ersetzt werden. Sven Böhnke (SDS/die Linke) ist dafür als neues Vorstandsmitglied vorgesehen: „Wir von der SDS und die weiteren kleineren Listen werden nun versuchen, mit der Juso-HSG das Tagesgeschäft zunächst ohne feste Koalition bis zur Neuwahl im Juli fortzusetzen.“

Jan Sollwedel griff im Verlauf der Sitzung noch einmal einen der großen Streitpunkte auf, der mit zum Ende der Koalition geführt hat. Es geht um die Frage, ob Verbindungsmitglieder Ämter des Asta innehaben dürfen oder nicht.

„Ich persönlich bin sicherlich kein entschiedener Fürsprecher von Verbindungen an sich, aber ich denke doch, dass man klar zwischen den bekannten rechten Vereinigungen und dem Rest trennen muss“, sagte Sollwedel.

Auch innerhalb der Jusos in Marburg sowie innerhalb der SPD an sich gibt es Verbindungsmitglieder, daher würde ich gerne wissen, wie die Juso-HSG mit diesem Widerspruch umgeht.“

Asta-Party ist Linken zu kommerziell

Gerrit Horstmann vom Referat für Hochschulpolitik und sowohl Juso-HSG- als auch SPD-Mitglied, sieht das weniger problematisch: „Natürlich trennen auch wir sehr wohl zwischen den einzelnen Verbindungen, allerdings sehen wir nun mal bei allen das Problem des Ausschlusses von Frauen und der Seilschaften. Eben solche Strukturen lehnen wir kategorisch für den Asta ab.“

Ein anderer Streitpunkt: Die große Asta-Party im Hörsaalgebäude droht zu kippen. Einigen Mitgliedern der kleineren linken Listen ist die Veranstaltung zu groß und kommerziell geworden. Schwerer dürfte aber wiegen, dass schlichtweg viel Arbeit im Prozess der Neuorganisation liegen geblieben ist und es entsprechend mit der Planung knapp wird.

„Wir sind darüber sehr unglücklich. Die Asta-Party war schließlich immer eine Leistung, die auch von Leuten gewürdigt wurde, die sich nicht für Studierendenpolitik interessieren“, meint Vosschulte.

von Markus Hergenhahn

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr