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Lichtmikroskop im Praxistest an Uni

Forschung Lichtmikroskop im Praxistest an Uni

Die Zellbiologen der Universität Marburg testen derzeit eine neue Generation von Lichtmikroskopen.

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Christian May (von links) von der Firma „Leica“ sowie die Marburger Forscher Professor Ralf Jacob und Dr. Alexandra Elli betrachten das Lichtmikroskop-System.

Quelle: Uni-Pressestelle

Marburg. Die Universität Marburg weitet die Kooperation mit Leica Microsystems aus: Derzeit testen Wissenschaftler am Institut für Zellbiologie als einem von weltweit vier Instituten ein Mikroskop mit einer Auflösung weit unterhalb der Beugungsgrenze.

„Mit dieser neuartigen optischen Nanoskopie können Auflösungen von bis zu 25 Nanometern erreicht werden, heißt es in einer Mitteilung der Marburger Uni-Pressesetlle. Damit lassen sich Proteinkomplexe weit unterhalb der lichtmikroskopischen Auflösungsgrenze darstellen“, sagt der Marburger Zellbiologe Professor Ralf Jacob. Die neue Technologie wird bis September im Sonderforschungsbereichs 593 in Marburg getestet.

Anordnungen von Proteinen und anderer Biomoleküle in Zellen detailgetreu abzubilden und molekulare Vorgänge zu beobachten: beides soll Forschern nun aufgrund von Auflösungen jenseits der Beugungsgrenze ermöglicht werden.

Je mehr Einblick die Wissenschaft in diese grundlegenden Prozesse des Lebens erhält, desto besser können Ursachen von bisher unheilbaren Krankheiten aufgeklärt und geeignete Therapien entwickelt werden, meint Professor Jacob.

„Wir wollen höchstauflösende Mikroskopie in Zukunft einem noch breiteren Anwenderkreis in den Biowissenschaften anbieten können“, erklärt Anja Schué von Leica Microsystems.

Die derzeitige Testphase des Mikroskops sei in diesem Zusammenhang wichtig, da nur aktive Wissenschaftler wie die Mitglieder des durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereichs das Gerät einem angemessenen Test unterziehen könnten.

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