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Leukämie-Ärzte erhalten Qualitätssiegel

Klinikum Leukämie-Ärzte erhalten Qualitätssiegel

Seltene Auszeichnung für das Universitätsklinikum Gießen-Marburg: Die Stammzellentransplan-tationseinheit im José Carreras Leukämie Centrum wurde vom Joint Accreditation Committee (JACIE) zertifiziert.

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Rudolf Nieth, Leiter der Station 227, Dr. Gunther K. Weiß, Kaufmännischer Geschäftsführer des UKGM Marburg, Professor Dr. Andreas Burchert, Leitender Oberarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Immunologie, Professor Dr. Andreas Neubauer, Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Immunologie und Dr. Gabriele Jaques, Wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Marburg. Pro Jahr werden im Marburger Behandlungszentrum rund 100 Stammzellentransplantationen durchgeführt. Für die hohe Qualität, die das Team rund um Professor Dr. Andreas Neubauer, Klinikleiter, und Professor Andreas Burchert, Leiter der Transplantationseinheit, bei der Vorsorge, der Nachsorge und dem Eingriff selbst an den Tag legt, wurde das Centrum nun von der Prüforganisation JACIE zertifiziert.

Die Auszeichnung ist nach Auffassung der Ärzte eine ganz besondere. Erst wenige deutsche Stammzellentransplantationszentren haben sie erhalten. „In dieser kleinen Auswahl, die gerade einmal 19 zertifizierte Einheiten umfasst, zu sein, macht uns sehr stolz“, sagt Professor Neubauer.Immerhin liege auf dem Weg zu dieser Zertifizierung „irre viel Arbeit“. Um sie zu bekommen, sind sehr hohe Qualitätskriterien zu erfüllen: Mehr als 1000 Standards sind vorgeschrieben, beispielsweise die Umsetzung von verschiedenen standardisierten Vorgehensweisen oder Qualifikationen des ärztlichen und pflegerischen Personals.

Noch wichtiger sei aber, dass die einzelnen Bereiche in der Klinik „Hand in Hand zusammen arbeiten müssen“.

Um die Kommunikationen zwischen diesen Bereichen zu optimieren, wurde in Marburg ein eigenes elektronisches Kommunikationssystem entwickelt, das eine reibungslose Abwicklung der jeweiligen Behandlungsschritte gewährleisten soll. Dass all das eingehalten wird, muss in Marburg nun alle vier Jahre bewiesen werden.

„In der Vorbereitungszeit haben wir Etliches dazu gelernt“, sagt Stationsleiter Rudolf Nieth. „Auch von den Patienten erhalte ich in nahezu hundert Prozent aller Fälle eine positive Rückmeldung auf unsere Arbeit.“

Diese könnten nun dank der neuen Zertifizierung sofort sehen, dass sie es „hier mit extrem hohen Qualitätsstandards zu tun haben“.

Hintergrund: Leukämiezellen breiten sich im Knochenmark aus, verdrängen dort die übliche Blutbildung und treten in der Regel auch stark vermehrt im peripheren Blut auf. Sie können Leber, Milz, Lymphknoten und weitere Organe infiltrieren und dadurch ihre Funktion beeinträchtigen.

von Suria Reiche

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