Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Leuchtfeuer an Schneider

Preisverleihung Leuchtfeuer an Schneider

Das „Marburger Leuchtfeuer“ 2014 geht an Dr. Ulrich Schneider vom Paritätischen Wohlfahrtsverband in Berlin. Die inzwischen 10. Preisverleihung wird in diesem Jahr durch eine Tagung begleitet.

Voriger Artikel
Zwei Messer sichergestellt
Nächster Artikel
Besucher-Boom in Marburg

Dr. Ulrich Schneider.
Foto: Paritätischer Gesamtverband

Quelle: Die Hoffotografen GmbH Berlin

Marburg. Die Zeremonie im Historischen Saal des Rathauses wird am Sonntag, 15. Juni, um 11 Uhr vorgenommen. Bereits einen Tag zuvor sollen das 10-jährige Bestehen des Preises sowie dessen bisherige Preisträger ab 14 Uhr mit Vorträgen einiger Gastredner gewürdigt werden. Die Humanistische Union (HU) Marburg vergibt die Auszeichnung seit 2005 an lokale Größen, aber auch an bundesweit bekannte Persönlichkeiten.

Schneider, der 1958 in Oberhausen geboren wurde, studierte Erziehungswissenschaften an den Universitäten Bonn und Münster. Anschließend leitete er in Münster ein Gemeinwesenarbeitsprojekt mit Schwerpunkt auf Familienhilfe sowie Kinder- und Jugendarbeit. Beim Paritätischen Wohlfahrtsverband engagierte er sich bereits in einigen Positionen, bevor er 1999 zum Hauptgeschäftsführer ernannt wurde. Bekannt ist er darüber hinaus als Autor von zahlreichen Publikationen zu den Themen Armut in Deutschland, Verantwortung des Sozialstaats und soziale Gerechtigkeit. Laut Franz-Josef Hanke, Regionalvorsitzender der HU Marburg, sei Schneider „sicherlich auch vom Sehen her aus dem Fernsehen bekannt“. Besonders in Diskussionen über ein Existenzminimum vertrete Schneider „klare Positionen“. Die Auszeichnung ist nicht mit Preisgeld verbunden, die bisherigen Preisträger hätten jedoch nach eigener Aussage von der Ehrung profitiert, so Hanke. Da die Humanistische Union ehrenamtlich arbeitet, könne sie den Preis nicht dotieren. Der Sieger erhält jedoch ein Kunstwerk als Erinnerungsstück.

Ex-Preisträger sprechen

Da die HU sich für das 10. Leuchtfeuer „etwas besonderes einfallen lassen“ hat, so Hanke, wird am Samstag, 14. Juni um 14 Uhr, das Rahmenprogramm zur Verleihung des Preises beginnen. Bei der Tagung „zum Stand der sozialen Bürgerrechte“ werden Hanke und Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) Grußworte sprechen. Vaupel soll zudem über seine Erlebnisse mit der verstorbenen Preisträgerin von 2007 Käte Dinnebier berichten. Angefragt wurden zudem Professor Christoph Butterwegge von der Universität Köln für einen Vortrag über „Armut in einem reichen Land“ und Professor Martin Kutscha von der Humanistischen Union Berlin für einen Beitrag unter dem Titel „Menschenrechte gelten für alle“. In einem zweiten Tagungsabschnitt kommen schließlich die früheren Preisträger Hilde Rektorschek, Dr. Bernhard Conrads und Professor Friedhelm Hengsbach zu Wort. Im Anschluss an die Beiträge soll eine Diskussion mit allen Anwesenden erfolgen. Die Tagung endet mit einem Kulturprogramm am Abend. Ziel der Tagung sei erläuterte Hanke, „eine Aufforderung an die Menschen sich für soziale Bürgerrechte zu engagieren und sich kritisch in die Demokratie einzubringen“.

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos, jedoch stehen für die Preisverleihung lediglich rund 120 und für die Tagung etwa 100 Plätze zur Verfügung. Die Anmeldung erfolgt online über 10jahre.marburg-leuchtfeuer.de oder per Mail an 10jahre@marburger-leuchtfeuer.de. Im Anschluss sollen auch Videos auf der Seite der Humanistischen Union Marburg abrufbar sein.

von Peter Gassner

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr