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Leuchtfeuer an Rektorschek

Auszeichnung Leuchtfeuer an Rektorschek

Hilde Rektorschek ist in diesem Jahr die Preisträgerin des "Marburger Leuchtfeuers". Gewürdigt wird ihr Einsatz für das Menschenrecht auf Kultur.

Marburg. Der Preis soll am Freitag, den 10. Mai, überreicht werden. Die Laudatio hält der frühere Intendant des Marburger Schauspiels, Ekkehard Dennewitz.

Hilde Rektorschek hat im Februar 2010 auf Initiative der OP die Kulturloge Marburg gegründet. Die Idee, die dahinter steckt: So wie Tafeln in ganz Deutschland Menschen mit Lebensmitteln unterstützen, die sie sich sonst nicht leisten könnten, will die Kulturloge Marburg gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen - durch kostenlose Theater-, Kino- oder Konzertbesuche, für Menschen, die dazu finanziell nicht in der Lage wären.

Die Idee fiel auf fruchtbaren Boden - in Marburg und inzwischen auch in vielen anderen deutschen Städten. Das Grundprinzip sieht vor, dass Veranstalter von Kulturveranstaltungen kostenlos Restkarten zur Verfügung stellen, die die Kulturloge an Bedürftige verteilt.

Die Kulturloge Marburg und Hilde Rektorschek sind vielfach für die Initiative ausgezeichnet worden - unter anderem im Jahr 2011 mit dem renommierten Freiherr-vom-Stein-Preis.

Mit dem „Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte“ würdigen die Universitätsstadt Marburg und die Humanistische Union (HU) herausragenden Einsatz für die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben.

Bisherige Preisträger waren die Frankfurter Hörfunk-Journalistin Ulrike Holler (2005), der Jesuitenpater Friedhelm Hengsbach (2006), die frühere DGB-Kreisvorsitzende Käte Dinnebier (2007), der Kasseler Autor Rolf Schwendtner (2008), die Theologin Sabriye Tenberken (2009), der Psychoanalytiker und Friedensaktivist Professor Horst-Eberhard Richter (2010), die Netzwerkerin Katja Urbatsch (2011) und der langjährige Geschäftsführer der Bundesvereinigung Lebenshilfe, Dr. Bernhard Conrads (2012).

Rektorschek wurde 1947 in Marburg geboren. Schon während ihrer beruflichen Tätigkeit an der Philipps-Universität setzte sie sich in herausragenden Positionen - beispielsweise als Vorsitzende des Konvents und stellvertretende Senatspräsidentin - für die Rechte der Beschäftigten und eine hochwertige Bildung für alle ein.

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