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Rhön-Klinikum

Leiharbeiter reinigen Operationssäle

Weil im Uni-Klinikum Leiharbeiter für die Reinigung von Operationssälen und der Intensivstation beschäftigt werden, streiten Betriebsrat und Arbeitgeberseite vor dem Arbeitsgericht.

Unser gestelltes Foto zeigt eine Putzkraft vor dem Uni-Klinikum. Vor dem Arbeitsgericht streiten Betriebsrat und Arbeitgeberseite über die Beschäftigung von Leiharbeitern für die Reinigung von Operationssälen.

© Nadine Weigel

Marburg. Seit Juli werden im Marburger Uni-Klinkum Leiharbeiter zur Reinigung von Operationssälen und Intensivstation beschäftigt, obwohl der Betriebsrat seine Zustimmung verweigert hat. Er sieht eine Verschlechterung des Hygienestandards, weil es sich nach seiner Auffassung um ungeschultes Personal handele.
In Operationssälen und auf der Intensivstation seien die Hygienestandards hoch, deshalb müssten die Arbeiten von Fachpersonal erledigt werden. Heftige Beschwerden gebe es vom Pflegepersonal, das keine Kapazitäten habe, die Arbeit der neuen Reinigungskräfte zu kontrollieren.
Das Uni-Klinikum verweist auf ein Gutachten, wonach sich die Hygiene nicht verschlechtert habe. Am Freitag beschäftigte sich das Marburger Arbeitsgericht mit dem Fall.

von Heike Horst

Mehr dazu lesen Sie in der OP-Ausgabe von Samstag.


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  • Hygiene Peter – 26.08.10
    Was passiert, wenn an Hygiene gespart wird, sehen wir an der Uni-Klinik-Mainz. Deutschland ist in der Krankenhaushygiene unter den westlichen Industrienationen auf einem der unteren Ränge und das Marburger Uni-Klinikum ist in Deutschland auf einem der unteren Ränge! Man muss sich das einmal vorstellen, dass ein solch lebenswichtiger Bereich mit Leiharbeitern versehen wird. Unfassbar!
  • Leiharbeiter na ich – 19.08.10
    Und es soll sogar Ärzte als Leiharbeiter geben ...
  • Sauberkeit bestätigt SC – 18.08.10
    Meine Mutter lag vor kurzem über mehrere Wochen im Universitätsklinikum. Zu erst auf der Intensivstation, danach auf Normalstation.
    Die Ärzte und die Pflegekräfte waren aufmerksam, kompetent und nett.
    Wir konnten in den ganzen Wochen keine Defizite in der Reinigung feststellen und fanden die Räumlichkeiten sauber.
  • Leiharbeit Sie – 17.08.10
    Schade dass bisher noch keiner darüber einen Kommentar in die Zeitung gebracht hat, dass es unter den Pflegekräften auch Leiharbeiter gibt.

    Das ist eine Tatsache, es werden "Aushilfen" gemietet, die, teils ohne Pflegeausbildung, eingearbeitet werden und dann auf Stationen pflegerische Tätigkeiten ausführen. Lohn oft unterhalb des Mindestlohns!
    Daher ist es mit den geliehenen "Putzteufeln" nicht neu!
  • Sauberkeit Fritz – 17.08.10
    Liebe Leute ihr müsst auch nicht immer so genau hinsehen.
  • Klinikum ist verdreckt!!! - Teil 2 Klinikumsbesucher – 17.08.10
    Zusätzlich zu meinem Kommentar vom 14.08.2010 noch einige weitere Beobachtungen:

    Vom 13.08.2010 (Mittags) bis 16.08.2010 (Mittags)lagen für alle gut sichtbar u.a. folgende Gegenstände auf dem Flur: RMV-Fahrscchein, div. Papierschnipsel, Glassplitter. - Entfernt wurden diese erst in den Nachmittagsstunden des 16.08.2010. - Übers Wochenende wird anscheinend nicht geputzt/gereinigt.

    Ferner hinterliesen, scheinbar den Weg zur / von der Baustelle abkürzende, Bauarbeiter mit ihren verschmutzen Arbeitsschuhen deutlich sichtbare sandige Schuhabdrücke auf den Fluren.
  • Leiharberter y – 16.08.10
    Die Bakterien etc. kann man ja auch sehen! Blos weil es im Klinikum sauber aussieht heißt es noch nicht, das es Sicher ist. Gerade bei einem so heiklem Thema wie der Hygiene sollte man keine Abstriche machen und versuchen Geldeinzusparen, indem man unqualifiziertes Personal einsetzt, dies wird sich noch rächen!
  • Armes Marburg Eva – 16.08.10
    Hatten wir schon das Thema "benutzter Mundschutz"? Ein solcher lag 4!!!!Tage unter der Heizung auf dem Gang der Onkologischen. Hat die Führung des Klinikums Kenntnis darüber, dass immer mehr Mitbürgerinnen und Mitbürger eine sogenannte "Patientenwunsch-Verfügung" bei ihren persönlichen Papieren mitsichführen, wo dringend der Wunsch geäußert wird, im Notfall NICHT das Klinikum anzufahren, sondern auf Wehrda oder ein anderes Krankenhaus auszuweichen? Mir tut das Personal leid, die ihr Bestes geben und unter diesen Umständen arbeiten müssen.
  • Leiharbeiter deutschlandgehtunter – 16.08.10
    da geht schon alles drunter und drüber, dann sollen auch noch leiharbeiter für weniger geld reinigen. weiß aus erfahrung das 90% der leiharbeiter nicht einmal dieses geld wert sind. aber in deutschland ist mittlerweile keine qualität mehr gefragt. "hauptsache billig"
  • Das hat Tradition Carver – 15.08.10
    Vor einigen Jahren habe ich selbst im Klinikum geputzt. Als Ferienjobber. Schon damals lag vieles im Argen. Die Zeitpläne für die Säuberung der verschiedenen Stationen, Treppen usw. waren so eng gesteckt, dass man sie gar nicht schaffen konnte. Da waren wir Ferienjobber noch die Besten, weil wir noch motiviert waren. Wenn ich manchmal die Putzwagen des Stammteams sah, dachte ich so bei mir, hier wird nicht nur an Zeit, sondern auch sehr an Material gespart. Will gar nicht auf die besonderen Erlebnisse eingehen. Nachtreinigung der Küche oder Grundreinigung der Patientenzimmer nach Todesfall...
    Für mich war schon damals klar, dass ich in diesen Gemäuern niemals Patient sein möchte. Und aus guten Quellen weiß ich, dass in Sachen Reinigung auch unter der neuen Führung nichts getan wird, um einen angemessenen Standard zu erreichen. Kliniken sollten staatliche Einrichtungen werden, die nicht auf Gewinn aus sind. Nur so kann man diesem Treiben ein Ende bereiten.
  • Sauberkeit im Klinikum Wolfgang Schmidt – 15.08.10
    Ich lag im Frühjahr drei Wochen lang im Marburger Klinikum. Die negativen Meinungen über die Sauberkeit im Klinikum kann ich nicht bestätigen. Im Gegenteil muss ich sagen, hat die reinigungskraft die täglichen arbeiten flott, gewissenhaft und sauber durchgeführt. Auf Nachfrage von mir werden pro Zimmer bis zu vier saubere Tücher verwendet. Diese werden täglich neu gewaschen um dann wieder eingesetzt werden zu können. Ich habe mich immer sicher gefühlt.
  • Putzen Liliana – 14.08.10
    Früher wurde jede Reinigungskraft von ihrem Chef "rund" gemacht, wenn ein weißer Faden auf dem Teppichboden liegen geblieben ist. Es galt als "nicht sauber geputzt". Heute wird auf "Sicht"sauber gemacht, so nennt sich das Neudeutsch, d.h. nichts anderes als,nur oberflächlich bitte, weil gründlich zu teuer ist.Überall wo Putzfirmen das ehemals eigene Personal ersetzen, verdreckt alles , ja alles. Warum soll sich eine Arbeitskraft, die sich mit der Fa. nicht indendiffiziert für paar Cent abquälen?Es geht nur noch um billig, da wird auch der Dreck nicht mehr gesehen. Daran kann man auch den Stellenwert für solche Arbeit erkennen. So wie,putzen kann doch jeder, das ist doch nichts!!!Aber solange es keine "billig Ärzte"oder "billige Betriebswirte"gibt (über Zeitarbeitsfirmen, die man hin und her schubsen kann), wird es kein Umdenken geben.Ich kann nur hoffen, das die "Herrschaften" ,die das alles zu Verantworten haben, über den Dreck "stolpern" und für die "ordentliche "Reinigung richtig tief in die Tasche greifen müssen,d.h.mehr für die Putzfirma zahlen müssen als für die eigenen Leute..So ist es nähmlich meistens!!!
  • Klinikum ist verdreckt!!! Klinikumsbesucher – 14.08.10
    Seit dem 05.08.2010 kann ich als Besucher des Klinikums mehrmals täglich, teilweise stark, verschmutzte Gänge, Flure, Stationen etc. besichtigen.

    Holzbretter mit entsprechenden Schmutz und Staub liegen in den Gängen; hinter den Heizkörpern verbirgt sich Staub und Schmier von scheinbar mehreren Wochen; die Vertiefungen der Trennfugen in den Fußböden von Stationen sind längere Zeit nicht gereinigt worden; Waschbecken und Oberflächen sind nur notdürftig gewischt - den Streifen nach zu urteilen mit einem stark verdreckten Lappen; die Übergänge (Ecken) von Fußboden zur Wand sind ebenfalls längere Zeit nicht gereinigt worden; obere Teile von Tür- und Fensterrahmen wurden teilweise ebenfalls längere Zeit nicht gereinigt, etc.......

  • Leiharbeit Klinikum Wolfgang G. – 14.08.10
    Leiharbeit soll Konjunkturschwankungen ausgleichen helfen und schönt stattdessen Statistiken zur Arbeitslosigkeit, bzw der Effektivität der Kreisjobcenter.
    Wer mal das Putzwasser in den Eimern da oben gesehen hat, ekelt sich vor gar nichts mehr, und es liegt weniger am Willen, als am Zeitdruck.
    Leider wird die Seuche Leiharbeit nicht als Krankheit anerkannt in unserem schönen Land.

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