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Lehrer-Demo: „Wir bleiben dran“

Fahrt nach Frankfurt Lehrer-Demo: „Wir bleiben dran“

Für bessere Bedingungen in der Bildung hat der Landesverband Hessen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für Donnerstag, 3. März, zu einem Aktionstag aufgerufen.

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Heute wollen Uwe Lange (von links), Ulf Immelt, Hille Kopp-Ruthner und Katharina Denig die Fahnen für bessere Bildungsbedingungen hochhalten.

Quelle: Heiko Krause

Marburg. Auch der Kreisverband Marburg-Biedenkopf will sich mit einer großen Abordnung beteiligen.

„Wir bleiben dran“, so das Motto des Tages, das sich laut Auskunft von Katharina Denig, Mitglied des Gesamtpersonalrates der Lehrer beim Staatlichen Schulamt Marburg und dort Fraktionsvorsitzende der GEW, auf mehrere Aktionen und Forderungen des vergangenen Jahres bezieht und für deren Themen jetzt erneut demonstriert werden soll.

Denig erinnerte bei einem Pressetermin an den Streik der Erzieherinnen für eine bessere Bezahlung und Aufwertung ihrer Arbeit. Die verbeamteten Lehrer seien 2015 in einen eintägigen Streik getreten, weil Tariferhöhungen für Angestellte nicht für ihre Bezüge gelten sollen. Wie Hille Kopp-Ruthner vom Leitungsteam des Kreisverbandes der GEW ergänzte, habe es 2015 eine Nullrunde für Beamte gegeben, erst zum 1. Juli 2016 sollten die Bezüge um ein Prozent steigen, „und das ist zynisch“.

Seit Jahren sinke die Kurve beim Verdienst der Beamten, kritisierte Kopp-Ruthner. „Aber es kann nicht sein, dass ein Berufszweig abgehängt wird.“ Gerade bei den Lehrern, die wie alle anderen Beamten in Hessen anders als in anderen Bundesländern 42 Wochenstunden arbeiten müssen, stiegen gleichzeitig die Aufgaben, sagte Denig, sei es bei der Umsetzung der Inklusion, bei Schulprogrammen und zuletzt bei der Betreuung von Flüchtlingen.

Eine weitere zentrale Forderung sei die Rücknahme von Stellenkürzungen an Grundschulen sowie die finanzielle Gleichstellung von Grundschullehrern zu allen anderen, betonten die Gewerkschafterinnen, denn nur so könnte gute Bildung für alle umgesetzt werden.Der DGB Mittelhessen unterstütze die Aktion, sagte Gewerkschaftssekretär Ulf Immelt. Das „Totschlagargument“ sei immer „es ist kein Geld da“. Gleichzeitig hätten aber Steuerreformen der vergangenen Jahre zu immer weniger Einnahmen des Staates geführt. Aus diesem Grund stünden den zwei Billionen Euro Schulden von Bund und Ländern heute das Vierfache an Privatvermögen entgegen. In Hessen habe die falsche Steuerpolitik zu 1,8 Milliarden Mindereinnahmen geführt, die jetzt der Bildung fehlten. Eine bessere Ausstattung sei aber unerlässlich.

Am Donnerstag, 3. März, wird es in Kassel und Frankfurt zwei zentrale Veranstaltungsorte geben. Um 14 Uhr wird vom Parkplatz des Georg-Gaßmann-Stadions ein Bus nach Frankfurt fahren. Sollte der nicht reichen, werde eben auch noch auf die Bahn umgestiegen, betonten die Gewerkschafter.

von Heiko Krause

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