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Lebenswichtige Operation rettet Maria

Uni-Klinikum Marburg Lebenswichtige Operation rettet Maria

Das schwerkranke Straßenkind Maria aus Rumänien hat mit Hilfe von Medizinern des Uni-Klinikums eine Chance zum Überleben bekommen.

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Die Patientin Maria wird von ihrem Bruder David im Rollstuhl geschoben. Auch die Eltern Gisella und Janosch Sandor waren bei der Pressekonferenz im Uni-Klinikum anwesend.

Quelle: Hirsch

Marburg. Im November 2011 wurde die neunjährige Maria in akut lebensbedrohlichem Zustand im Marburger Uni-Klinikum eingeliefert.

In ihrem Heimatland bestand für sie keine Überlebenschance mehr. Maria hatte dort als Straßenkind unter für deutsche Verhältnisse unvorstellbar desolaten hygienischen Zuständen gelebt. „Die Kinder werden dort zum Betteln auf der Straße angehalten. Die Geldmünzen, die sie bekommen, schlucken sie oft hinunter, damit andere sie ihnen nicht mehr abnehmen können“, erläuterte Bernd Druschel, der Vorsitzende des Kinderhilfevereins „Das kunterbunte Kinderzelt“ aus Schlüchtern bei einer Pressekonferenz im Marburger Uni-Klinikum.

Auch das neunjährige Mädchen sowie ihre Familie waren anwesend. Bei Maria war es höchstwahrscheinlich aufgrund des jahrelangen Schluckens der Münzen zu einem Darmverschluss und damit verbundenen schweren Komplikationen gekommen. Eine darauf folgende Infektion hatte sich auf immer mehr Organe wie die Lunge ausgebreitet.

 

Bei ihrer Einlieferung wog das Mädchen gerade noch 14 Kilogramm. Ein interdisziplinäres Ärzte-Team übernahm die Behandlung. Nach mehreren Operationen war das Kind an Weihnachten außer Lebensgefahr, berichtete Dr. Dario Zovko, der kommissarische Leiter der Klinik für Kinderchirurgie am Uni-Klinikum. Es wird jedoch noch einige Monate dauern, bis die Neunjährige in ihre Heimat zurückkehren kann.

Denn mit ihrem künstlichen Darmausgang würde sie unter den schwierigen hygienischen Verhältnissen in Rumänien kaum überleben können, sagt Zovko. Der Hilfswerk-Leiter Bernd Druschel versucht nun, eine geeignete Unterkunft für Maria in der Nähe des Uni-Klinikums zu finden, damit sie solange wie nötig Zugang zu der notwendigen medizinischen Versorgung hat Maria ist bereits das dritte Kind aus Rumänien, das über die Hilfsorganisation zur Behandlung ins Uni-Klinikum nach Marburg gebracht wurde.

von Manfred Hitzeroth

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