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Laufen für den guten Zweck

Benefiz-Veranstaltung Laufen für den guten Zweck

Rund 300 Menschen aller Altersstufen hatten im April an der sportlichen Wohltätigkeitsveranstaltung teilgenommen. Jertzt wurden die Spenden übergeben.

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Vertreter der Stadt sowie der evangelischen und muslimischen Gemeinden freuen sich über den hohen Erlös des Charity Walks:
Farhad Asif (von links), Rafique Khawaja, Umär Ilyas, Klaus Schellenberg, Asad Rafiqu, Egon Vaupel, Ahmed Nadeem, Erich Geldbach, Fazalollah Khan und Muhammad Ilyas.Foto: Ina Tannert

Marburg. Bereits zum zweiten Mal veranstaltete die Marburger Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde den Charity Walk samt Spendensammlung für humanitäre Hilfsorganisationen. In diesem Jahr kamen insgesamt 2500 Euro an Spendengeldern zusammen.

Der Erlös ist im Marburger Rathaus an die glücklichen Empfänger überreicht worden. Die Marburger Tafel erhält 1500 Euro, der evangelisch-freikirchliche Kindergarten Glühwürmchen im Damaschkeweg sowie die sich noch im Bau befindliche evangelische Kindertagesstätte Süd auf dem Gelände der Vitos-Klinik werden mit je 500 Euro unterstützt.

„Hier wird der Benefiz-Gedanke deutlich“, lobte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD), Schirmherr des Marburger Charity Walks. Die örtliche Gemeinde der Ahmadiyya Muslim Jamaat gehöre mit ihrem regen gemeinnützigen Engagement seit vielen Jahren als „besondere Perle der Stadt“ fest zur Gesellschaft Marburgs.

Regelmäßig säubern die Gemeindemitglieder in der Silvesternacht die Straßen und Plätze, pflanzen Friedensbäume und nehmen an bundesweiten Umweltprojekten teil. Der von ihnen ausgerichtete Spendenlauf zeige, dass alle Bürger unabhängig von ihrem religiösen Hintergrund friedlich miteinander leben und agieren können, so Vaupel.

„Wir setzen uns für Gemeinschaft und einen offenen Umgang miteinander ein. Wir wollen nicht unser eigenes Süppchen kochen“, betonte Rafique Khawaja, Vorsitzender des Bundesverbands der Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde.

Der Wohltätigkeitslauf solle ein Zeichen setzen für ein soziales Miteinander, integrative Zwecke fördern und „die nötige Aufmerksamkeit für hilfebedürftige Menschen wie auch eine aktive, soziale Mitgestaltung der Gesellschaft durch Menschen mit Migrationshintergrund“ schaffen.

Ziel sei es, auch stärker mit anderen örtlichen Gemeinschaften und Vereinen zusammenzuarbeiten. „Wir versuchen, gemeinsam etwas zu erreichen“, sagte Muhammad Ilyas, Vorsitzender der Marburger Ahmadiyya Muslim-Gemeinschaft. Unabhängig von Kultur oder Religion, dies veranschauliche schon die Spendensammlung der muslimischen Gemeinde an zwei evangelische Institutionen.

Eine solche religionsübergreifende Initiative für ein friedliches Zusammenleben sei etwas Besonderes, lobte Erich Geldbach von der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde, der für die „Glühwürmchen-Gruppe“ einen der drei symbolischen Schecks entgegennahm. „Wir haben immer Löcher zu stopfen und freuen uns sehr“, bedankte sich auch Klaus Schellenberg, stellvertretender Vorsitzender der Marburger Tafel.

Der nächste Charity Walk ist bereits für Ende Juli oder Anfang August 2015 geplant. Die muslimische Gemeinde hofft auf starke Resonanz und zahlreiche Läufer, um weitere Spenden für soziale Zwecke zu sammeln.

von Ina Tannert

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