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„Lassen Sie uns alles dafür tun, um den Frieden auf der Welt zu erhalten“

Gastwissenschaftler „Lassen Sie uns alles dafür tun, um den Frieden auf der Welt zu erhalten“

„Überall in der Stadt finden sich Gebäude, die mit der Hochschule zu tun haben“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) zu den internationalen Gastwissenschaftlern auf einem Willkommensempfang im Historischen Rathaussaal.

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Empfang im Rathaus.

Quelle: Freya Altmüller

Marburg. Ein Drittel der Einwohner seien Studenten, weitere 5000 stünden mit der Universität in Verbindung. Es sei den Bestrebungen eines Landgrafen zu verdanken, dass sie Anfang des 16. Jahrhunderts gegründet worden sei: Weil er hoffte, Luther würde ihm eine zweite Frau erlauben, sei er Protestant geworden, und die katholischen Mönche hätte die Klöster verlassen müssen. „In den leeren Gebäuden gründete der Landgraf eine Universität“, erläuterte Spies. Sie sei schon immer auch Anlaufpunkt für viele internationale Studenten und Wissenschaftler gewesen. Uni-Vizepräsident Professor Michael Wölker erklärte, einer von ihnen sei beispielsweise das französische Universalgenie Denis Papin gewesen, der sieben Jahre in Marburg weilte, den Dampfkochtopf und auch fast die Dampfmaschine erfunden habe. Besonders in Zeiten von Rassismus und Nationalismus, wo die EU teilweise in Frage gestellt werde, sei ein internationaler Austausch wichtig. „Lassen Sie uns alles dafür tun, um den Frieden auf der Welt zu erhalten“, sagte Wölker.

Auch der Ausländerbeirat stellte sich den rund 40 internationalen Promovierenden, Postdoktoranden, Humboldt-Stipendiaten und Gastwissenschaftlern, die Stadt und Universität gemeinsam eingeladen hatten, vor. Dort bekämen sie beispielsweise eine Liste mit Ärzten, die Fremdsprachen sprechen sowie kostenlose Beratung von Anwälten.

Für musikalische Unterhaltung sorgte ein Streichquartett der Jungen Marburger Philharmonie, das passend zum Anlass internationale Stücke wie einen finnischen Tango und die Champagner-Polka von Johann Strauss spielte.

von Freya Altmüller

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