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Landkreis warnt vor Hitze

Temperaturen Landkreis warnt vor Hitze

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat für den heutigen Dienstag Hitzwarnstufe 2 ausgegeben.

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Marburg. Angesichts anhaltend hoher Temperaturen warnt der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit dem Fachbereich Gesundheit vor gesundheitlichen Gefahren bei starker Hitze. Nach der Hitzewelle 2003 mit vielen Todesfällen älterer Menschen, ist in Hessen ein zweistufiges Hitzewarnsystem eingeführt worden. Die Hitzewarnung löst der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit dem Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit (HMAFG) bei besonderer Wetterlage aus, nämlich dann, wenn an drei Tagen hintereinander die gefühlte Temperatur 32 Grad Celsius beträgt.

„Vor allem älteren Personen, Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen, Säuglingen und Kleinkindern drohen durch hohe oder länger andauernde Hitze-Einwirkung im besonderen Maße gesundheitliche Gefahren“, warnt Dr. Ingo Werner, Leiter des Fachbereichs Gesundheit des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Die Ursache gesundheitlicher Probleme bei großer Hitze sei meist ein übermäßiger Flüssigkeitsverlust oder ein Flüssigkeitsmangel sowie eine eingeschränkte Fähigkeit, die Körpertemperatur zu regulieren.

Durch die große Hitze seien Menschen über dem 65. Lebensjahr, Menschen mit Gedächtnisstörungen sowie Verständnis- und Orientierungsschwierigkeiten, Personen, die Beruhigungsmittel, Antidepressiva, Entwässerungsmedikamente oder Blutdruck senkende Mittel einnehmen, chronisch Kranke und Menschen mit infektiösen Erkrankungen, aber auch Säuglinge und Kleinkinder besonders gefährdet, so die Mitteilung des Landkreises.

Auf Kinder und Ältere aufpassen

Es wird der Bevölkerung daher empfohlen sich im Schatten aufzuhalten und körperliche Belastungen wie zum Beispiel Sport zu vermeiden. Aufenthalte im Freien sollten eher nicht in der Mittagshitze, sondern stattdessen in den Morgen- oder Abendstunden geplant werden. Keinesfalls sollten Personen, besonders nicht Kinder und ältere Menschen, in geparkten Autos zurückgelassen werden. Ohnehin sollte auf hilfsbedürftige Personen verstärkt Acht gegeben werden. „Insbesondere Säuglinge, aber auch Kleinkinder sind durch übermäßigen Verlust von Körperflüssigkeit gefährdet“, warnt Dr. Werner. „Aber auch ältere Menschen trinken wegen eines reduzierten Durstgefühls oft weniger“. Dadurch verringere sich die Schweißmenge und damit auch die Möglichkeit Wärme abzugeben. Auch nehme die Fähigkeit zu schwitzen im Alter ab.

Geraten wird dazu mindestens 2 bis 3 Liter ungekühlte Getränke zu sich zu nehmen, keinen Alkohol oder gesüßte Getränke zu trinken und beim Schwitzen verlorengegange Mineralien durch den Verzehr von Salzgebäck, Gurkenscheiben oder Dickmilch mit Schnittlauch und Salz auszugleichen. Ergänzt werden kann die Flüssigkeitszufuhr durch fruchtige Zwischenmahlzeiten.

Leichte, helle und nicht einengende Kleidung eignet sich für die Temperaturen am Besten. Zudem sollte man für den Sonnenschutz eine Kopfbedeckung tragen und Sonnencreme verwenden.

Räume sollten nach Möglichkeit mit Rolläden oder Vorhängen abgedunkelt werden und nur früh morgens sowie spät abends gelüftet werden. Wärme abstrahlende Geräte wie Computer-Monitore sollten abgeschaltet werden.

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