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Landkreis stellt Personal für Stadt ab

Ausländerbehörde Landkreis stellt Personal für Stadt ab

Amtshilfe für die Ausländerbehörde: Die Kreisverwaltung stellt Fachkräfte für den Dienst in der Universitätsstadt ab, um die Marburger Kollegen zu entlasten.

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Katja Gohlke und Patrick Inacker unterstützen die Ausländerbehörde um deren Leiter Martin Cronau. Landrätin Kirsten Fründt und Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies verständigten sich aufgrund des Marburger Personalmangels auf diese Amtshilfe.

Quelle: Björn Wisker

Marburg. In den kommenden Wochen unterstützen Katja­ Gohlke und Patrick Inacker die Behörde im Stadtbüro. Die Ausländerexperten, die sonst in der Kreis-Außenstelle Biedenkopf und im Lichtenholz arbeiten, sollen bei der Bewältigung der Antrags- und Auskunftsflut in der Frauenbergstraße helfen.

Hintergrund: Seit Monaten ist die Marburger Ausländerbehörde mit steigenden Fallzahlen konfrontiert. Zudem fallen mehrere Mitarbeiter seit einiger Zeit aus. Zuletzt mussten Hilfspolizisten für einen geordneten Ablauf bei Sprechzeiten der Abteilung sorgen, es konnten nur rund 50 Anliegen pro Tag bearbeitet werden - oft warteten jedoch doppelt bis drei Mal so viele Ausländer im Stadtbüro auf Hilfe.

„Die Situation ist für alle Beteiligten sehr unangenehm“, sagt Martin Cronau, Leiter der Ausländerbehörde. Die ersten ­Tage hätten bereits gezeigt, dass die Landkreis-Mitarbeiter für eine­ „riesen Entlastung“ sorgen. „Der Schwerpunkt ist hier aufgrund der vielen ausländischen Studenten ein etwas anderer als im Kreis, aber so schnuppert man gleich in etwas Neues, Interessantes rein“, sagt Gohlke, die sich wie Inacker freiwillig für den Dienst meldete. Flüchtlinge und Asylbewerber sind laut Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) nicht der Hauptgrund für die steigenden Fallzahlen und die damit verbundenen Probleme im Stadtbüro. Vor allem die wachsende Zahl an ­internationalen Studenten und Gastwissenschaftlern der Philipps-Universität erhöhen demnach, in Kombination mit neuen Bundesgesetzen, die Arbeitsbelastung.

„Wenn solche Engpässe auftreten, müssen wir uns in der kommunalen Familie helfen. Gerade in diesem komplizierten Tätigkeitsbereich ist es eben nicht damit getan, einfach Verwaltungsmitarbeiter hin- und herzuschieben“, sagt Landrätin Kirsten Fründt (SPD). In der Kreisverwaltung arbeiten 19 Ausländerexperten, die Universitätsstadt will auf 14,5 Stellen aufstocken, kündigte Spies im Zuge der Ende 2016 veröffentlichten OP-Recherchen an.

von Björn Wisker

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