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Landkreis erhält mehr Flüchtlinge

Erstaufnahmeeinrichtungen Landkreis erhält mehr Flüchtlinge

Das hessische Sozialministerium setzt sein neues Standortkonzept für die Erstaufnahme von Flüchtlingen um. Die Zahl der Notunterkünfte wird im Mai und Juni deutlich reduziert. Dort lebende Menschen ziehen in andere Erstaufnahmeeinrichtungen.

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In den kommenden Wochen ziehen knapp 600 Flüchtlinge aus hessischen Notaufnahmeeinrichtungen in den Landkreis Marburg-Biedenkopf um.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Das Land Hessen reduziert seine Einrichtungen auf 19 Standorte mit ingesamt 20.000 Plätzen, wie das Sozialministerium ankündigte.

589 Flüchtlinge ziehen in der Zeit von Ende Mai bis Ende Juni aus Notunterkünften in anderen Teilen Hessens in die Erstaufnahmen in Cappel, Neustadt und Stadtallendorf.

Alle drei Erstaufnahmen haben aktuell noch größere Kapazitäten: Im Camp in Cappel leben, Stand Mittwoch, 107 Menschen, in der Erstaufnahme in einem Teil der Stadtallendorfer Hessen-Kaser­ne 302 Menschen und in der früheren Neustädter Kaserne 743 Menschen. Diese Zahlen nannte Gabriele Fischer, Sprecher des Regierungspräsidiums Gießen, auf OP-Anfrage.

312 neue Asylsuchende kommen in den Ostkreis

Nach dem geplanten Umzug von 277 Flüchtlingen aus Herborn in die Holzhäuser in Cappel blieben in Marburg wie auch den anderen Einrichtungen noch Kapazitäten. In Neustadt gibt es nach wie vor Betten für 1100 Menschen, diese Maximalkapazität hatte das Land Ende 2015 auch ausgenutzt.

Ursprünglich sollten in Neustadt maximal 800 Plätze genutzt werden. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise war diese Obergrenze nicht mehr zu halten. Neustadts Bürgermeister Thomas Groll (CDU) betonte an Mittwoch, dass es für ihn wichtig sei, dass die verbleibenden Einrichtungen vom Land entsprechend ausgestattet werden. Neustadt sieht er derzeit „gut aufgestellt.“

98 Flüchtlinge aus Großenlüder werden Ende dieses Monats in der Neustädter Erstaufnahmeeinrichtung einziehen. Für Stadtallendorf ist die Aufnahme von insgesamt 214 Flüchtlingen aus bisherigen Notunterkünften in Fritzlar und Schwalmstadt-Ziegenhain vorgesehen.

von Michael Rinde

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